Nº 263 (2022) – Sandig

Wenn Nichtwirklichkeit nicht stimmig ist.

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Es soll eine Wiese sein, auf der ich im Traum liege, eine grüne, saftige Wiese. Im Traum macht Gras keine Flecken, außerdem träume ich mich nackt. Aber hier ist keine Wiese, kein Rasen, kein Halm Gras. Es gibt keine Pflanzen. Allerdings liegt jemand neben mir, ich kann einen Atem hören. Oder ist es mein Atem? Nein, es ist ganz sicher ein zweiter Atem. Rau ist, worauf ich liege. Rau und … und warm. Ich träume, daß ich meine Finger darauf bewegen kann, und ich träume etwas wie Sandpapier oder Beton. Das Raue aber ist nicht so stabil, nicht so unbe­weg­lich. Ich versuche jetzt, meinen Arm, meinen überschwer geträumten Arm zu bewegen, indem ich ihn mit meinen Fingern in irgendeine Richtung ziehe. Das geht nicht, nicht so, wie es gehen sollte. Ich werde nervös im Traum und unwillig, weil nichts funktioniert, wie es im Traum funktionieren soll. Außerdem ist es mir in diesem Traum zu warm, als läge ich unter einer Infrarotleuchte, einer riesigen Infrarotleuchte. Der Traum ist falsch, einfach nur falsch.

Unwillig. Unwillig verlasse ich meinen Traum. Unwillig öffne ich meine Augen und bin von der Sonne geblendet. Ich liege auf Sand, auf einem sandigen Strand. Mein Arm ist in deine Richtung ausgestreckt und eingschlafen. Du siehst von Deinem Buch auf und mich mit großen Augen an.

 

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 21.09.2022 die Information zum kommenden Wochen­ende, ein paar Fotos von der Thing-Stätte, der aufgewärmte Linseneintopf.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Bube der Schwerter.

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Über Der Emil

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