2021,140: Verlieren

Erwartungshaltung und anderes aus dem Denkicht.

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(Aus meinem Denkdickicht, das ich Denkicht nenne.)
Spielen ist wohl etwas, das zu Entwicklung eines Menschen, insbesondere in der Kindheit und Jugend, notwendig ist. Denn im Spiel läßt sich so manches erfahren, das auf die Wirklichkeit des Erwachsenenlebens vorbereitet. Denn es gibt nicht nur Spiele, in denen am Ende ein Erfolg steht. Nein, Verlieren ist nichts, das der kindlichen Entwicklung schadet. Selbst Jugendliche lernen im Spiel noch dazu. Denn weil es »nur« Spiel ist, ist eine Niederlage, ist kein Erfolg zwar unangenehm, aber zumeist weder lebenswichtig noch ein für alle Zeit anhaftender Makel. Und mit jeder neuen Runde irgendeines Spieles lernt der werdende Mensch etwas neues hinzu, festigt er Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Zusammenleben mit anderen Menschen durchaus brauchbar und notwendig sind und erwartet werden.
 
Und irgendwann im Leben verlieren viele Menschen die Lust auf das Spiel und die Fähigkeit zum Spiel, jedenfalls auf das und zu dem Spiel, in dem sie immer wieder mal nicht gewinnen (können).

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 20.05.2021 waren positiv notwendige Ruhe, Gelesenes von Wiglaf Droste.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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2 Kommentare zu 2021,140: Verlieren

  1. Elvira sagt:

    Sohn 2 und Familie sind leidenschaftliche Spieler diverser Brettspiele. Wenn ich zu Besuch bin, was hoffentlich bald wieder der Regelfall sein wird, freue ich mich auf diese Spiele. Ich bin, was Strategie betrifft, zwar keine Leuchte und kann mit der Familie selten mithalten, dennoch macht es riesigen Spaß. Besonders die Spiele, die wir gemeinsam gegen das Brett spielen. Ein Beispiel ist das Spiel Pandemie (ja, ja!). Als Team müssen wir überlegen, wie wir vorgehen. Ob wir stationär Labore errichten um Impfstoffe zu entwickeln, Medikamente verteilen u.s.w. Keine Runde ist wie die andere, da die Karten ja stets neu gemischt werden und dadurch neue Situationen entstehen. Das Verhältnis von Sieg und Niederlage zwischen Brett und uns ist ziemlich ausgeglichen. Was das Gewinnen und Verlieren bei anderen Spielen angeht, so halte ich es für sehr wichtig, dass Kinder beides kennenlernen. Meine Schwiegermutter hatte bei unserem ersten Sohn immer geschummelt, so dass er nicht verlieren musste. Wir konnten sie davon überzeugen, dass sie ihm damit keinen Gefallen tut. Wenn man immer siegen würde, egal ob im Spiel oder dem realen Leben, würde man sich darüber doch gar nicht mehr freuen können.

  2. Regine sagt:

    Das stimmt! Beim Kartenspiel verliere ich fast immer und manchmal nervt mich das so, dass ich mich über die anderen ärgere, die mir keine Chance lassen. Im Moment allerdings würde ich viel dafür geben, bald wieder mit Menschen um einen Tisch zu sitzen und Karten zu spielen. Ich würde sogar gerne immerzu verlieren!😂

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