Einer wird der erste sein.
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Bei einem Wettlauf – oder bei einer Flucht? – stolpere ich über eine Wurzel. Die wäre am besten mit auf das Blatt gezeichnet, auf dem ich alles notiere. Eine knorrige Wurzel, die sich plötzlich auf meinem Weg erhebt. Ich stolpere über sie, ich falle hin, ich fliege auf die Fresse und liege im Morast. Mich aus dem erhebend sehe ich neben mir auf trockenem Nadelwaldboden einen träumenden Wolf liegen; oder ich sehe einen einem Wolf sehr ähnelnden Hund. Atemholend betrachte ich das Tier näher und bin sicher: Es ist ein Wolf. Noch nie habe ich bisher einen Wolf gesehen außer im Zoo. Beim Weitergehen ist er ständig neben mir. Ich spüre das Spiel seiner Muskeln an meinem Bein. Wir sind ab jenem Moment vorsichtige, achtsame Kameraden, Schicksalsgefährten sogar, bis daß der Tod uns scheidet. Ich vermag nicht zu erahnen, nicht festzuhalten, wer von uns stirbt: der Wolf oder ich.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 19.05.2021 waren positiv das pünktliche Aufstehen, ein gesunder Hund, ein Blick aufs Völkerschlachtdenkmal.
Die Tageskarte für morgen ist XI – Die Gerechtigkeit.
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich wünsche mir, dass keiner stirbt.
Wann warst du denn in Leipzsch? Hoffentlich sind wir bald mal durch mit der Impferei. Dann gibt es erstmal ein Käffchen beim nächsten Blick aufs Völki. (Oder bist du mit der S-Bahn vorbei gedüst?)
Heute fuhr ich eine Bekannte und ihre Hündin in die Tierklinik Panitzsch nach Borsdorf. Heimzu wollt ich bei Kleinpösna auf die Autobahn, bin drüberweggefahren (ins Gespräch vertieft) und da sah ich nicht weit weg die markante Silhouette. Nix wie hin, wenigstens mal 45 min Zeit genommen dafür (es war 18 Uhr).
Feiner Text, für sich stehend. Gern gelesen.
Vielen Dank.