Beinahe eine SMS.
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Nachdem ich nun heute feststellte, daß auch die Träger am absoluten Reserverucksack nur noch an einem Fo… – ähm – seidenen Faden hängen, begann ich nach der Heimkehr am späteren Nachmittag mit deren Reparatur. Zuerst der Alltags-RS. Ein Träger fast vollständig abgelöst, der zweite mehr als zur Hälfte. Sattlernadeln, Sternzwirn vierfach. Trotzdem sind nach den ersten Stichen alle relevanten Fingerkuppen getroffen, was nicht ganz schmerzfrei blieb.
Noch ist dieser erste Rucksack nicht fertig. Es braucht bestimmt den ganzen Sonntag, befürchte ich, ehe alle drei wieder benutzt werden können. Deshalb bleibe ich an den Nadeln sitzen und flicke weiter.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 06.10.2018 waren die reparierte Schublade, der geglückte Einkauf, Bratwurst mit viel Sauerkraut.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Stäbe.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Hab ich letztens erst gelernt: ein Fingerhut ist für die Fingerkuppen, die die Nadel durch den Stoff drücken müssen, also bei Rechtshändern Zeige- oder Mittelfinger der rechten Hand. Und nicht – aber vielleicht hatte da nur ich den Denkfehler, für den Finger der linken Hand, dem die Nadel am nähsten (!) kommt.
Zwei Sattlernadeln (gebogen), Fingerhüte (ich bräuchte also zwei) sind i.d.R. zu klein. Und bei der Stoffdicke geht sowieso nur etwas mit Zangen.
Ich nähe auch mit Fingerhut. Und fragte mich schon immer, wo doch die Schneiderei zuvorderst einst ein männlicher Beruf gewesen ist, ob es Fingerhüte in Männerhandgröße gibt. Viel Erfolg weiter!
Einen, EINEN! sehr alten von meinem Großvater väterlicherseits (Neubauer, aus Pommern nach McPomm umgesiedelter) habe ich noch. Nützt aber bei Sattlernäherei wenig.