Im Nebel zieht Rauch.
To get a Google translation use this link.
Es dämmert noch, die Sonne ist noch nicht aufgegangen, als ich zum ersten Mal rauchend auf dem Balkon stehe. Der Wald, der die Hänge des Berges da hinten bedeckt, ist nicht zu sehen, er bleibt im Dämmerdunkel verborgen. Es ist fast frostkalt, ich bleibe ein paar Minuten länger draußen und genieße – ich weiß, wie dusselig das aus dem Munde eines Rauchers klingt – die frische, kühle, den Winter schon erahnen lassende Luft. Eine halbe oder dreiviertel Stunde später sah es dann so aus:
Die Sonne beleuchtet schon das Dach und einen Teil des obersten Geschosses vom Haus gegenüber, auch die Wipfel des Nadelbaumes rechts davon liegen beide schon im Sonnenlicht. Wahrscheinlich wurde die Spitze vor Jahren einmal als Weihnachtsbaum in eine Stube geholt. Der Dürre Berg taucht schemenhaft aus dem aufsteigenden Nebel auf. Und dann rieche ich es: In der Nachbarschaft wird ein Ofen angeheizt. Es duftet! Harzreiches Holz brennt; wer das einmal roch, vergißt den Geruch nie. Und der Rauch mischt sich mit dem Nebel, diesem Schleier aus feinsten Tröpfchen; und ich weiß, daß es ein schöner Tag wird, schon am frühen Morgen weiß ich das, zu einer Zeit, zu der ich im Alltag noch tief und fest schlafe.
Und es wurde ein schöner Tag, in jeder Hinsicht. Hach!
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Das Gute am 16.11.2017 waren Morgennebel, Feuergeruch, daß so ziemlich alles gelang.
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Schwerter.
© 2017 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



Sieht schoen aus. Herbststimmungen sind doch immer wieder etwas feines.
LG,
Pit
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Ja, und gestern war da auch diese Winterahnung. Herrlich.
Fein, das freut mich.
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Vielleicht … Vielleicht war das ein beinahe perfekter Tag 😉
Ei, wenn ich Feuer rieche, greife ich zum Horn und blase „Feurio!“, das nennt man dann wohl den Türmer-Reflex. Glückauf!
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Wenn’s der Status erforderlich macht …
Aber es war ja ein Ofen, der angeheizt wurde. Ob das wirklich wie ein Brand riecht, der das Eingreifen der Feuerwehr benötigt?
Es gibt nichts schöneres als früh morgens in der Kälte zu stehen und die Ruhe, die frische der Luft und den anbrechenden Tag zu genießen.
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Normalerweise geh ich gegen drei oder vier schlafen und bin dann kaum vor zehn oder elf wach. Für mich ist das schon eine sehr ungewöhnliche Zeit …
Für mich weniger. Ich bin Frühaufsteherin. Wenn du schlafen gehst, steh ich fast schon wieder auf (5.20 Uhr). Dann bist du heute wieder aus dem Bett gefallen?
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Nein. Ich stehe zur Zeit freiwillig fünf vor vier auf, hab meinen Rhythmus um ca. sechs Stunden verschoben.
Das ist hart. Das merk ich immer bei meinen Mann. Er hat immer Nachtschicht. Im Urlaub, wenn er ’normal lebt‘, schlaucht ihn das sehr. Und man wird ja nicht jünger. Ich denke im Alter wird er ständig Nachts wach sein und tagsüber schlafen.
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Es ist ungewohnt, ja, und besonders dann, wenn ich meine Tiefschlafphase hätte (zwischen sechs und acht) nicht leicht. Aber: Gerade tu ich das sehr, sehr gerne … Es gibt ja manchmal Gründe und Anlässe für völlig paradoxes Verhalten, nicht wahr?
Ja das gibt es. 😀
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js