Wahltag? (Nº 61 #oneaday)

Gestürzt – und weg

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Nein – es geht nicht um den FreiKopierherr.

Neuerdings nehme ich meine "staatsbürgerlichen Pflichten und Rechte" etwas ernster.

Zur Landtagswahl hier in Sachsen-Anhalt habe ich mich als Wahlhelfer gemeldet. Falls ich eingesetzt werde, kann ich am 20. März vielleicht nicht wählen. Weil ich nicht weiß, in welchem Wahllokal ich dann mitwirke.

Deshalb war ich gestern bereits wählen. Im Briefwahlbüro. Und es gab wirklich nichts Besonderes. In einem der Hallenser Wahlbezirke dürfen die Bürger allerdings in drei Wochen einen Toten in den Landtag wählen – und das ist rechtlich vollkommen in Ordnung.

Wenn ein bestätigter Kandidat zu einer Wahl zu kurz vor der Wahl von hinnen geht, bleibt sein Name auf dem Wahlzettel. Die für ihn anfallenden Stimmen werden dann auf den bestimmbaren Nachfolger übergehen. Was allerdings geschieht, wenn sich kein Nachfolger findet – ach, ich bin jetzt zu faul zum suchen.

Beim Verlassen der Räumlichkeiten stolperte ich an einer Stufe. Ihr kennt das ja: Stolpern, zwei, drei schnelle Schritte, mit der Hand irgendwo abfangen. Aufstehen, kurz schütteln. Nichts passiert? Alles klar, es kann weitergehen.

Ganz so einfach war es bei mir gestern nicht: Im Stolpern sah ich eines meiner Mobiltelefone fallen. Es schlug vor mir auf, zersprang, der Akku sauste auf dem Fliesenboden ein Stück davon. Ich sammelte die Teile ein, setzte das Gerät wieder zusammen und schaltete es ein. Robuste Technik geht bei so einem Unfall nicht kaputt, das Telefon funktioniert tadellos.

Ich steckte es zurück in die Tasche, in er sich meine zwei – ja, ich habe zwei! – Geräte befinden. Oh! Das zweite Gerät fehlt ja auch? Sch…eibenhonig. Ich suchte also, fragte die anderen Anwesenden: Das Ding ist weg. Bei diesem Sturz kann ich es nicht verloren haben.

Der Reißverschluß der Tasche war nicht verschlossen! Mist. Ich kann mein Handy irgendwo zwischen Zuhause und Rathaus verloren haben: im Bus, in der Straßenbahn, überall dort, wo ich mit meinem Rucksack hantierte.

Naja, kein großer Verlust. Ein altes Handy, eine Prepaid-Karte mit 1,53 € Guthaben, die ohne Aufladung sowieso zum Wahltag abgeschaltet wird. Telefonnummern speichere ich nicht mehr nur im Telefon; es werden mir nur ein paar sentimentale SMS fehlen.

Aber: Ich habe schon gewählt. Wer nicht wählt, sollte sich hinterher nicht beschweren darüber, daß sich ja doch nichts ändert. Er hatte die Gelegenheit zur Einflußnahme. Ich habe sie genutzt. Hoffentlich tun das recht viele …

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Wahltag? (Nº 61 #oneaday)

  1. Die Hellwache sagt:

    Hallo Emil, Du guter Staatsbürger ;-)! Doch, finde ich gut, Deine Haltung, ich denke in der Hinsicht recht ähnlich. Mein Handy ist übrigens vor ein paar Monaten kaputtgegangen (wahrscheinlich „ein Fall zuviel“!), ich ein paar Nr. dort gespeichert, die ich leider weder auf der Simkarte hatte, noch auf Papier, Mi … st! Hat mich mal wieder gelehrt, dass nichts über ein handgeschriebenes Adressbuch geht … ! Momentan versuche ich, mich ein wenig mehr; auf „althergebrachtes“ zu konzentrieren, naja, ich hoffe, es bleibt nicht nur beim Versuch ;-))) !!! LG

    • der_emil sagt:

      Handgeschrieben im Adreßbuch, im PC natürlich (und auf einer esternen Festplatte) – auch ich habe von einem herstellungsfehlerbehafteten Handy gelernt (zweimal zur Garantiereparatur, beim zweiten Mal komplettes Innenleben ausgetauscht).

      Der alte Satz gilt auch bei Wahlen: „Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!“

  2. nextkabinett sagt:

    Ach du liebe Güte! Alles klar wegen gestern.

    Ein Hoch auf die Briefwahl!

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