Wie denn? (Nº 62 #oneaday)

Medienbrüche

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Heute bin ich ein wenig – ja, was bin ich denn eigentlich? Überrascht, genervt, verwundert? Irritiert?

In der Kommunikation bedient Mensch sich eines Kommunikationsweges (Medium, Kanal – die Bezeichnung ist ziemlich egal im Moment). Normalerweise – also früher™ – das gesprochene Wort oder die Schrift. Mit den neuen Möglichkeiten des Internet gibt es jetzt für jeden mehrere Wege der Kommunikation: Blogs, Mail, Foren, soziale Netzwerke usw. usf.

Die meisten Nutzer des Internet (das ist nicht nur WWW, da sind auch Mail, Newsgroups und noch einiges anderes mehr) sind nun nicht nur auf einem der Wege unterwegs. Und sie sind auch miteinander verbunden in mehreren Wegen dieser Kommunikation im Netz.

Also habe ich "Verbundene" (ich mag sie nicht Freunde nennen, jedenfalls nicht alle) in Blogsystemen (regelmäßige Leser), in den sozialen Netzwerken („Buddies“ oder „Freunde“ oder „Follower“), Menschen, mit denen ich Mails austausche …

Und so kommt es, daß ein Beitrag in einem Forum plötzlich in einem Sozialen Netzwerk weiterdiskutiert wird. Oder – wie es mir geschah – im Sozialen Netzwerk wird über einen Blogbeitrag debattiert.

Zum Teil freue ich mich darüber natürlich, denn ich sehe, daß meine Äußerungen eine Wirkung zeigen. Andererseits finde ich diesen "Medienbruch" nicht gut. Für mich als Autor wird es nämlich schwerer, die verschiedenen Wortmeldungen und Meinungen zu beobachten, zur Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls sogar darauf zu reagieren.

Und das ist meine eigentliche Frage: Wie reagiere ich auf einen solchen Medienbruch?

Soll ich darauf mit "Zurechtweisung" oder einem "Ordnungsruf" («Diskutier das doch bitte in meinem Blog mit mir, Du Nulpe!») reagieren? Mit einer flehentlich vorgetragenen Bitte, sich doch im Blog ebenfalls zu äußern? Soll ich so tun, als würde ich das nicht sehen?

Bisher kann ich mich für keine dieser Methoden begeistern.

Wie macht ihr denn das, liebe Leser? Ich hoffe jetzt wirklich auf eure Tips, Anregungen, Hinweise, Gegenblogs, Unterstützungsblogs, Schmähreden …

Der Verfasser des Blogs schleicht ahnungslos davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil

102 / 365 – One post a day (WP-count: 334 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Wie denn? (Nº 62 #oneaday)

  1. Follygirl sagt:

    Weiß ich auch nicht… bin nirgendwo, außer in den Blogs unterwegs…
    Mir wurde auch schon mal „gedroht“, als ein kritscher Beitrag dann anfgeblich „überall“ weiterverbreitet würde? Ich weiß es eben nicht, weil ich nicht in „Netztwerken“ unterwegs bin, mir gefällt diese Art nicht.
    Aber da werde ich wohl als altmodisch gelten, den Trend mache ich nicht mit. Diese ganze „Vernetzung“ ist mir suspekt und erscheint mir sinnlos …?
    Liebe Grüße, Petra

    • der_emil sagt:

      Hallo Petra,

      ja, ich habe mich auch gegen Myspace gewehrt und bei Facebook widersteh ich noch bis zum 1. April 😉 Aber diese Vernetzung ist nicht nur negativ. Mir wurde ja auch nicht gedroht, nein, es wurde sachlich und vehement gestritten zu dem von mir verfaßten Blog. Aber warum nicht beim Blog? Und wie bekomm ich das in meinen Blog?

      Ich wünsch einen sonnigen Tag!
      DerEmil

  2. puzzle sagt:

    Unter Bloggern ist „Beute in den eigenen Blog schleppen“ und da die Party weiterzufeiern ein egoistisches Phänomen im Ringen um Leserschaft, die unterhalten werden will / muß / soll – zumindest sehen viele Blogger das so. Manchen ist das gar nicht bewußt, andere betreiben es mit System. Von den Blogplattformen wird man dazu auch ausdrücklich angeregt und es ist lediglich eine Sache der persönlichen Freundlichkeit und Anschauen an sich, nicht nur in Webhinsicht, ob man sich so oder doch anders verhält.
    Auf den zweiten Blick ist das Problem nicht neu, sondern dasselbe wie mündliche oder schriftliche Kommunikation zu Zeiten ohne PC etc. – Klatsch, Tratsch, Weitererzählen – all diese Dinge, durch die sich Bilder von uns ohne unser Zutun vervielfältigen, die uns entgleiten und vorteilhaft oder unschmeichelhaft wirken können. Es ist die Wirkung, um die wir uns berechtigt Sorgen machen dürfen, aber dagegen tun können wir nichts, außer uns selbst einen Maulkorb umzuhängen.

    • der_emil sagt:

      Ach – es geht mir nicht um Wirkung. Nicht primär.

      In der Offline-Welt: Ich geh zu einer Stadtratssitzung und hör mir an, was gesagt wird. Dann verlaß ich die Veranstaltung und diskutiere nicht da, wo es angebracht wäre, sondern im Wartezimmer meines Podologen oder Zahnarztes …

  3. Lieber Emil, ich kopiere sie einfach in meine blog, ist zwar nicht so schön, aber sie sind dann drin. deine frage warum sie nicht bei dir bloggen, kann ich nicht nicht beantworten, wahrscheinlich weil ihre freunde deinen blog nicht lesen. das kann man aber glaube ich nicht ändern. es ist so. du und facebook! ist ein aprilscherz, gel?
    mir passiert es oft das „freunde“ mein gefunden musikvideos gut finden und weiter bloggen, das bekomme ich ja auch nur manchmal mit, aber ich finde es gut. schön wäre natürlich der hinweis gefunden bei, oder bei dir der link zum blog, tja aber das empfindet jeder anders.
    liebe grüsse aus dem jecken köln! und kölle alaaf
    eine stephanie 😉

  4. provinzler sagt:

    Das „Problem“ kenne ich auch. Da werden Fotos dann in Flickr kommentiert, obwohl Flickr eigentlich nur mein Pool für die Bilder ist, die in den Blog kommen. Letztlich ist es mir egal, wo jemand kommentiert. Ich finde es nur schwierig, nicht nur meine Blogs, sondern auch die anderen Plattformen/Netzwerke im Auge behalten zu müssen. Das überfordert mich manchmal zeitlich etwas. Aber was soll’s: Dann muss der Kommentar im Flickr eben mal auf eine Antwort warten 🙂

  5. frizztext sagt:

    ich finde es fair, mit gegenseitiger Verlinkung darauf hinzuweisen, so dass man nicht selber herumsuchen muss. Ansonsten sollte zitieren erlaubt sein, nicht aber, irgendetwas als eigene Arbeit auszugeben …

    • der_emil sagt:

      Das mit der Verlinkung und Pingbacks/Trackbacks funktioniert ja auch. Und es ging/geht ja auch nicht um Zitat oder nicht.

      Wenn ich in Myspace, Fakebock, Twitter oder VZ auf meinen Blog aufmerksam mache, dann entstehen dort manchmal Diskussionen zum Blog. Und ich weiß nun nicht, wie ich damit umgehen sollte / kann.

      Danke.

  6. frizztext sagt:

    dich hab ich zitiert – auch mit tag „deremil“ bei
    http://flickrcomments.wordpress.com/2011/02/26/pachelbel-modern-version/

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