Auf der Suche nach interessanten Motiven.
Gestern war ich wieder in der Stadt. Ich besuchte zwei Öffentliche Bücherschränke, stellte in den einen fünf Bücher hinein. Aus dem anderen nach mich ein Buch mit, in dem wissenschaftlich-phantastische Erzählungen (ja, aus der DDR) zu finden sind. Und solchen Lesestoff liebe ich!
Außerdem hatte ich die Kamera eingepackt, hatte vor, ein paar Bilder zu machen. Ich habe keine Ahnung, was passiert ist, doch ich finde nichts mehr, das ich für wirklich ablichtenswert halte. Es ist wie verhext! Manchmal sah ich etwas aus der fahrenden Funkenkutsche heraus und stieg bei nächster Gelegenheit aus. Aber dann: Einmal fand ich das Gesehene nicht wieder, mehrmals war es einfach nur uninteressant, banal, in meinen Augen kein Bild wert. Und so fragte ich mich, wann und weswegen der Blick fürs Motiv verlorenging. Auch die Fabulierlust ist zur Zeit nur sehr gering – ob ich beides trainieren kann, beides bald wieder habe?
Hm. Meine Kladde fülle ich noch immer täglich; nur ist das, was da steht, nicht wirklich zur Veröffentlichung hier geeignet. Hm. Aufgeben will ich noch lange nicht, es bleibt also nur eins übrig: Schreiben und Fotografieren, auch wenn es der Mühe nicht wert scheint. Spätestens morgen also gehe ich mit dem Ziel in die Stadt, mindestens 20 Bilder aufzunehmen, auch solche, die mir unnötig und uninteressant erscheinen. Und heute setze ich mich hin und schreibe etwas für den Blog, etwas, das nicht „nur” Tagebuchcharakter hat. Versprochen.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Oder man fotografiert ein wunderbares Motiv, und wenn man dann zu Hause das Foto anschaut, ist es banal und langweilig. Auf meinem Blog gibt es ein paar Fotos, die ich nur um der Erinnerung willen behalte.
Von denen ist meine Festplatte voll …
Mir geht es oft so, daß sich das, was ich sehe und dann knipse, nicht so recht auf dem Foto widerspiegelt. Allein wenn man sich verrenkt, um einen Regenbogen angemessen „einzufangen“.
Oder wenn die Digitalkamera ab und zu mal Probleme mit der Farbe einer Blüte hat … (War mal bei einer mit Blau und Violett so.)
Yep, bei mir kam mal das heraus. Hab es dennoch so gelassen. https://pixelfed.social/p/Dostoevskij/443871370652740415
Das passiert mir auch immer wieder mal, dass ich die Fotoausrüstung dabei habe, dann aber absolut nichts finde, was sich zu fotografieren lohnen würde.
Oft stelle ich fest, daß ich doch besser ein Bild gemacht hätte. Morgen …