Selbst diese ein Haltestelle weit reichte aus.
Ha! Ich brauchte gar nicht mit der Funkenkutsche fahren, um mir ausreichend Inspiration zu holen. Es reichte die kürzeste mögliche Busfahrt von hier zum nächsten Öffentlichen Bücherregal. An der Bushaltestelle und in der einen Minute im Bus habe ich wieder von Sachen erfahren, über die ich nie hätte etwas wissen wollen! Und es gibt noch mehr Menschen, die auf ihren Telefonen so sonderbare Bilder empfangen wie ich. (Sichtlich erwünscht, aber: ups.) Allerdings mach ich daraus heute keine Texte; ich hebe mir die Notizen auf für später, irgendwann einmal. Für den Moment, da ich mir ein drumherumpassendes Geschichtchen spinnen kann. Was mir heute dazu einfiel, war zu blutig und pornös …
Ja, wenn es um mich herum wuselt und säuselt, dann habe ich – wahrscheinlich Dank unbewußt/unterbewußt gehörter Worte, Phrasen und Sätze – ziemlich schnell eine Idee, worüber ich schreiben könnte und kann. Manchmal (wie heute) nicht sofort, manchmal aber schreibe ich stante pede einen (fast fertigen) Entwurf nieder. Doch noch immer halte ich die am Stück heruntergeschriebenen Texte, die, an denen ich höchstens mal noch eine Wortstellung ändere, für die mir am besten gelungenen.
Heute aber, heute kann ich noch nicht sagen, was mit den aufgeschnappten Anstößen passieren wird. Ich werde mich selbst überraschen (müssen), denke ich. Mit dem, was bei einer Busfahrt auf mich einstürzte.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte ein paar Bücher in einen Öffentlichen Bücherschrank und leerte eine (externe) 2TB-Festplatte.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 27.01.2026 der verworfene Plan für den Morgen, das eine und das andere Ferngespräch, aufgeschriebene Sonderlichkeiten.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Diese Sonderlichkeiten, die ich bei meinen Materialsammlungen der Kürze halber Kuriosa nenne, sind auch mir eine große Freude und Genugtuung. Impulse, Anreize gibt es in meinem Fall immer. Wenn ich nach draußen gehe, noch mehr, breiter gefächert. Und ich habe mein Leben lang den Drang gehabt, es mit anderen zu teilen, was ich auch und gerade online seit 1996 tue. Meine Erfahrung ist allerdings, daß, was einen selbst in Wallung bringt, beim anderen nicht unbedingt genauso einschlagen muß, was die eine oder andere Ernüchterung zur Folge haben konnte. Schwer, seine Erwartungen zu stutzen. Gestern zum Beispiel entdeckte ich „Mad Love is coming“ von Golden Earring, bei denen nur „Radar Love“ erinnere. Manchmal, wie gerade, versagt mein Reflex, es zurückzuhalten und NICHT zu posten (Mastodon, Bluesky, X, Loforo usw.). Wie unterscheidest du, was es wert ist, geteilt zu werden?“ https://www.youtube.com/watch?v=qNedZh68KXM
Naja. Irgendwann fing ich an, Texte online zu stellen (irgendwann in NewsGroups per nntp://, dann MySpace, und seit 2010 WordPress). Was ich teile, berührt mich; ich hoffe immer, daß es den Lesenden ähnlich geht. Hier in diesem Blog allerdings vermeide ich manche Themen weitgehend (rechtliche und persönliche Beschränkungen).
Lange Zeit hatte ich beim Bloggen nur eine Erwartung, eine an mich selbst: Täglich einen Beitrag zu veröffentlichen. Selbst von der habe ich mich verabschiedet.
Im Usenet fing ich 1995 an und machte diverse NG unsicher. Es gab damals heftige Glaubens- und Weltanschauungskämpfe, u.a. mit einem militanten Veganer. Mailinglisten, Webringe, Foren, dann Antville, Twoday, Posterous, dann ab 2007 Facebook, Twitter, Google+, Ello usw. Später, ab 2013 sukzessiver Rückzug, 2022 dann Mastodon, nach Twitter durch Musk eklig geworden war.
Beachtlich, daß du die Erwartung an die Follower so rein und her nur auf dich selbst begrenzen kannst. Chapeau!