Das ist mein 16. Blog-Adventskalender. Beim Schreiben denke ich oft an die, die krank sind oder Unterstützung benötigen, an alle, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen auch in diesem Jahr für alle Menschen und Tiere, vor allem für die, die Hoffnung und Trost brauchen, und für die, die Freude an dieser Zeit haben.
Wieviel Weihnachtsmusik kann ich wohl ertragen?
Gestern war ja der Vierte Advent. Und den habe ich mir mit weihnachtlicher Musik gestaltet. Mit viel weihnachtlicher Musik. (In meinem digitalen Musikarchiv finde ich etwa 140 Stunden Weihnachtsmusik, davon sind fast zwei Tage Erzgebirgisches Weihnachtsliedgut.
Der ZweitLaptop bekam die Musikfestplatte angestöpselt. Ein Abspielprogramm bekam den eingehängten (gemounteten) Ordner ~/Musik/ZZ_Weihnacht übergeben, wurde auf zufällige Wiedergabe der Alben (nicht der Titel) eingestellt und dudelte los. Nicht laut, nein, leiser als die Fahrstuhl- oder Shoppingmusik, als sanft klingender Hintergrundgeräuscheteppich. Das begann am Tisch mit Kaffee, Spekulatius und Pillen, in die Flammen der vier Kerzen auf dem Adventsleuchter blickend. Und wie passend: Als erstes erklang Tarja Turunens geniales Weihnachtsalbum „Henkays Ikuisuudesta” aus dem Jahre 2006. Danach „Erzgebirgsweihnacht”, Heidi Hauges „Country Christmas”, Truck Stop lieferte „Weihnachten im Wilden Westen”. Ach, was war mir besinnlich zumute, ach.
Und dann zweifelte ich an meinem Verstand. Denn ich hatte ja die Musik vertaggt (mit Schlagworten versehen) und in den Ordner eingeordnet. Das klang … brachial. Unpassend im ersten Eindruck. Ich ließ auch dieses Album eine Weile laufen. Dann stoppte ich das Programm. Moment mal. Was soll dieses Album in der Weihnachtsmusik? Lag es am Titel „Ach Schwesterlein Im Eispalast” oder an „Ein Duell Mit Gott”? Ich weiß es nicht mehr.
Und dann ließ ich die 14 Audiodateien zweimal nacheinander laufen. Samsas Traum – Utopia (von 2001). Irgendwie paßt es doch zu dem, was mir Weihnachten ist.
Danach liefen „De Randfichten”, „Erzgebirgsweihnacht mit Anton Günther”, „Seer Weihnacht” (Die Seer) und die Zillertaler Schürzenjäger mit „A Weihnacht, wie's früher war”. Eine sehr bunte Mischung. Das ging den ganzen Tag so weiter, von Neun bis abends Elf. Und ich fand es wundervoll (auch mit Samsas Traum).
Erinnerung des gestrigen Tages:
In der Weihnachtszeit war ich als Bariton der einzige im Kirchenchor, der in der Tenorlage singen konnte: EKG 181.4 als Solo …
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.
P. S.: Gestern, am 21. Dezember 2025 war ich zufrieden mit den vier Kerzen auf dem Leuchter, mit ganz, ganz viel Weihnachtsmusik, mit aus dem Gefrierfach geholter Gulaschsuppe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

