355 im Advent 2025: 4. Advent

 
Das ist mein 16. Blog-Adventskalender. Beim Schreiben denke ich oft an die, die krank sind oder Unterstüt­zung benötigen, an alle, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wunder­volle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen auch in diesem Jahr für alle Menschen und Tiere, vor allem für die, die Hoffnung und Trost brauchen, und für die, die Freude an dieser Zeit haben.

 

Freude im Advent / Vorfeude, schönste Freude.

 

Der Text, den Erika Engel schrieb, wurde mit der Melodie von Hans Naumilkat schon 1952 veröffentlicht. Aber nicht nur dieses Weihnachtslied, nein, auch das 1960 erschienene „Sind die Lichter angezündet” stammte aus ihrer Feder: Die beiden bekanntesten Weihnachtslieder aus der DDR sind also von ihr. Heute, am vierten Advent, denke ich, können endlich alle vier Strophen gesungen werden:

 

 
Vorfreude, schönste Freude

Vorfreude, schönste Freude. Freude im Advent.
Tannengrün zum Kranz gewunden,
Rote Bänder dreingebunden,
Und das erste Lichtlein brennt.
Erstes Leuchten im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude. Freude im Advent.
Heimlichkeit im frühen Dämmern,
Basteln, stricken, rascheln, hämmern,
Und das zweite Lichtlein brennt.
Heimlichkeiten im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude. Freude im Advent.
Was tut Mutti, könnt ihrs raten?
Kuchen backen, Äpfel braten,
Und das dritte Lichtlein brennt.
Süße Düfte im Advent, Freude im Advent.

Vorfreude, schönste Freude. Freude im Advent.
Kinderstimmen leise, leise,
üben manche frohe Weise,
Und das vierte Lichtlein brennt.
Lieder klingen im Advent, Freude im Advent.

 

 

 

Hach, der Rundfunkkinderchor Leipzig! Der existiert noch heute als MDR Kinderchor in Leipzig … Und wie gerne haben wir Kinder diese beiden Lieder gesungen – mit denen aus den Kirchen konnten wir sehr oft weniger anfangen. Wom Himmel hoch, da komm ich her: Da dachte ich immer ans Schneeflöckchen weiß' Röckchen, nicht ans Jesuskind. Und das, obwohl die bergmännische, die Erzgebirgsweihnacht durch­aus christlich bestimmt war. „'s Bronkinnel” war dann doch ein Begriff, den ich erst viele Jahre nach meiner Kindheit durch und durch verstanden hatte (das geborene Kindlein), und daß der Weihnachtsstollen manchmal Christstollen genannt wurde, das war auf seine Ähnlichkeit zu einem in weiße Windeln gewickelten Kindlein zurückzuführen. Ja, auch ich wickelte meine Kinder mit Stoffwindeln (deren tschechische Bezeichnung ich noch heute nachfragend aussprechen kann).

Und so sind fast unbemerkt der Advent und die Vorweihnachtszeit beinahe vorbei. Vierter Advent ist heute. Die Tage werden zwar ab heute länger, aber noch ein paar Tage wird es füh immer später hell – dafür wird es am Abend etwas mehr später dunkel. In drei Tagen ist der Heilige Abend, in vier Tagen ist Weihnachten. Und bei mir, bei mir dauert die Weihnachtszeit 40 Tage nach Jesu Geburt, ganz traditionell. Offiziell wurde Mariä Lichtmeß als Ende der Weihnachtszeit bereits 1970 mit einer Reform der Katholischen Liturgie durch den Dreikönigstag abgelöst … Egal. Das ist ein rein privater Termin, den behalte ich so bei.

 

Erinnerung des gestrigen Tages:
Der Westonkel schmuggelte einmal Druckerzeugnisse für mich in die DDR: Zithernoten für Weihnachtslieder. Uiuiuiuiui.

 

Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.

Der Emil

 

P. S.: Gestern, am 20. Dezember 2025 war ich zufrieden mit Unterwegssein in der Stadt, mit den ersten mit der „neuen” Kamera gemachten Bildern, mit Weihnachtsfernsehen am Abend.


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Über Der Emil

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2 Kommentare zu 355 im Advent 2025: 4. Advent

  1. Gudrun sagt:

    Das ist ein wunderschönes Lied. Wir haben es als vierstimmigen Chorsatz gesungen. Mit dem Bus wurden wir auf die Dörfer bei Altenburg gekarrt. Überall, wo wir aufkreuzten im den Dorfgasthöfen, freuten sich die Menschen. Und für uns war es gut.
    Ich hoffe, du hattest einen schönen vierten Advent, lieber Emil.

    • Der Emil sagt:

      Ja, auch der vierte Advent war schön (und es gab nur einen kurzen Moment der Verwunderung).

      Es soll ja kalt werden: Gib acht auf Dich und genieße, was Du an Gutem und Schönem finden kannst.

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