Ausnahmsweise eine, die mir wirklich guttat.
Nachdem mein Blogbeitrag gestern Abend gerade online war, durchbrach ich meine Wochenroutine. Routinen sind für mich wichtig, sie sind das Geländer, an dem ich mich durch mein Leben hangele (ja, so ist es wirklich). Eine Abweichung davon ist, insbesondere dann, wenn sie mir sozusagen „von außen” aufgezwungen wird, eine erhebliche Störung meines Wohlbefindens. Gestern wich ich aus eigenem Antrieb davon ab.
Gestern Abend stieg ich in die Badewanne. Mit extra viel Schaum obendrauf. Nicht, weil ich verschwitzt oder dreckig war. Nein. Ich tat es nur, weil ich eine Weile Wohlbefinden brauchte, etwas mehr Wärme, einen mich einhüllenden angenehmen Geruch. Eine mehr oder weniger kurze Zeit Abschalten, Ausruhen, Streßignoranz. Einfach einweichen, durchwärmen, schlaffwerden. Ohne Ablenkung, ohne Musik, ohne Buch, ohne Schreibzeug. Ich stellte mir sogar einen Wecker, auf daß ich lange genug im Wasser blieb: 45 Minuten.
Eins war schön: für die Zeit in der Wanne keine kalten Füße zu haben bzw. nicht das Gefühl zu haben, daß sie kalt seien (Diabetes, Polyneuropathie).
Als ich dann auf meine Schlafstatt mich begab, nahm ich eines der Schaffelle mit, die ich für die Märkte habe. Das legte ich mir um meine Füße, klappte es über ihnen zusammen. Laut meiner Uhr dauerte es keine zehn Minuten, bis ich eingeschlafen war. Mir zeigt das, daß mich meine selbsverursachte Störung meiner Routine wirklich nicht störte und ich mich wirklich sehr wohl fühlte. (Und ich schlief eine Stunde weniger als im Durchschnitt, fühlte mich aber erholter und ausgeruhter als üblich.)
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich stellte heute u. a. drei Bücher von Erwin Strittmatter (alle drei Wundertäter-Teile) in einen öffentlichen Bücherschrank. (Strittmatter, nein, das hätte ich nie von mir gedacht.)
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 17. September 2025 war ich zufrieden mit frühen Wachsein, mit dem Sencha am Vormittag (nach dem Kaffee), mit dem sortierten Bücherschrank.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Wie sortierst du deinen Bücherschrank? Es gibt ja viele Möglichkeiten! Einige Menschen sortieren nach Farbe, andere nach Größen. Ich habe nach Themen und innerhalb der Themen nach Größe sortiert.
Ein Wannenbad, ach ja, das waren wunderbar entspannte Zeiten. Aber ich hätte große Probleme, wieder aus der Wanne zu steigen.
Es war der Öffentliche Bücherschrank, den ich sortierte. Hab die Bücher nur hingestellt, mit den Buchrücken nach vorn, mehr nicht.
Zuhause ist nur sortiert nach Weihnachten / alles andere.
Gerade gestern gesehen, wie man einen öffentlichen Bücherschrank nicht befüllen sollte. Keine Türme bauen und vor allen Dingen keine Bücher einstellen, die total verdreckt sind. Und ich dachte immer, dass das selbstverständlich wäre.
und keinen Nazi- u.ä Müll …