Es gibt Gründe, die ein Erstarren notwendig machen.
Ohne jede Bewegung sitzt sie da, reglos, scheint nicht einmal zu atmen. Hält den Arm seltsam angewinkelt in die Luft und bietet einen sehr sonderbaren Anblick. Ich gehe näher und frage dabei: „Geht es Ihnen gut, brauchen Sie Hilfe?” Ich höre ihr Flüstern, kann es gerade so verstehen: „Ja, alles gut. Kommen Sie nicht näher! Ich habe Angst, daß er sonst wegfliegt!” Diese Antwort hatte ich nicht erwartet, und ich sah auch nichts, das hätte wegfliegen können. Ich hob die Kamera, zoomte und konnte auf dem Display sehen, was sie meinte. An ihrer nach unten zeigenden Handfläche hat sich ein Schmetterling niedergelassen, ein Kleiner Fuchs vielleicht oder ein Tagpfauenauge – aber so gut kenne ich mich mit Schmetterlingen eben nicht aus. Zwei Bilder machte ich von dem Tier an ihr. „Falls Sie gern eine Erinnerung daran haben möchten: Ich habe den Schmetterling gerade fotografiert.” Ich hörte ihr geflüstertes Danke und ging weiter.
Am nächsten Tag treffen wir uns zufällig vorm Discounter. Ich hatte die Fotos mittlerweile auf mein Telefon kopiert und kann sie ihr per Bluetooth „übergeben”. Und ich gestehe ihr auch, daß ich sie um das Erlebnis mit dem Schmetterling tatsächlich beneide.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Vor dem Losfahren heut frü entsorgte ich einigem Müll aus dem Fliewatüüt.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 7. August 2025 war ich zufrieden mit mit dem rechtzeitigen Aufstehen, mit der Freude der Kinder, mit der Ruhe in der Badewanne.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

