Aber nicht nur ich stelle mir sonderbare Fragen, stimmt's?
Sich aus der Seele, aus dem Herzen schreiben zu können, was beschränkt, einengt, begrenzt: Wohltat, (Selbst-)Täuschung oder Frevel – oder eher je nachdem?
Vielleicht denke ich auch nur viel zu viel über all das nach, was eigentlich unwichtig ist. Hauptsache, ich schreibe, kann schreiben. Natürlich bin ich oft nicht zufrieden mit dem, was dabei rauskommt. Aber das ist es doch: Es kommt was raus. Und wenn es nicht herzeigbar ist – wofür es verschiedene Gründe gibt: Na und? Mir tut es gut, mir hilft es, schriftlich zu denken. Das alles ist mir völlig klar. Und dennoch stelle ich mir Fragen wie die da oben, immer und immer wieder.
Es ist eine der zutiefst menschlichen Sachen, glaube und hoffe ich: das eigene Handeln (und sich selbst) immer wieder infrage zu stellen.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ich brachte zwei definitiv kaputte Notebooks in den Container für Elektronikschrott.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 17. Juni 2025 war ich zufrieden mit dem späten Aufstehen, mit dem Besuch beim Hausarzt, mit zwei Bechern Nougateis.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


„Es ist eine der zutiefst menschlichen Sachen, glaube und hoffe ich: das eigene Handeln (und sich selbst) immer wieder infrage zu stellen.“… Diesen Glauben habe ich leider verloren. Selbstreflexion wird meines Erachtens immer seltener.