2025 – 127: Danach

Aber noch lang ist nicht alles einfach vorbei.

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Eine Spielerei mit der Wortstellung, der Bedeutungsvielfalt, dem immer gleichen oder ähnlichen Schluß, die mir heute zu- oder einfiel – gar eine Gegenrede zur Dystopie vielleicht?

 

 

Es endet so manches lang vor seiner Zeit:
Wie oft mach sich dann Ernüchterung breit?
Es ist nichts mehr so schön wie einst im Mai:
    Doch noch lange ist alles nicht einfach vorbei.

In Bosheit und Rachsucht hat man sich getrennt
und zugesehn, wie da der Hausrat verbrennt.
Was andere sagen, das ist einerlei.
    Aber lang noch nicht ist alles einfach vorbei.

Das Haus stürzt Dir ein und das Auto ist hin:
Der Großteil des Lebens verliert seinen Sinn.
Und mit einem Mal fühlst Du Dich einfach nur frei:
    Denn noch lange ist einfach nicht alles vorbei.

Und noch lange nicht, niemals, egal was auch sei:
Und noch lange nicht ist einfach alles vorbei.
Denn niemals, noch längst nicht, wie schlimm es auch sei:
    Es ist einfach alles noch lange nicht vorbei.

 

 

Ja, es kommt mir dabei auch auf das Druckbild an (eingezogen und kursiv). Nein, da steckt (für mich) kein tieferer (philosophischer) Sinn dahinter. Ich hatte, während ich das aufschrieb, eine ein Couplet singende Frauenstimme im Ohr. Wie von selbst schrieben sich die Zeilen; beim Abschreiben habe ich nur in der allerdrittletzten Zeile das „nicht” von hinter nach vor dem „ist” verschoben. Und die letzten beiden Zeilen lassen sich nach kleinen Wortumstellungen sogar wiederholen … Und ich habe beim Abschreiben die letzten beiden Zeilen noch hinzugefügt.

Danach. Solange das nicht nach dem Tode ist, ist nicht alles vorbei – und selbst für die Zeit nach dem Tod kann man sich da noch nicht wirklich sicher sein, nicht wahr?

 

Erinnerung des Tages:
Könnt ihr euch auch noch daran erinnern, daß Besuche in Gerichtsgebäuden ohne flughafen­ähn­liche Sicherheitskontrollen möglich waren?

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 7. Mai 2025 war ich zufrieden mit einem erhaltenen Päckchen mit Gewürzmischungen (hochinteressante Namen), mit der Zeit im Bad, mit Numiroso.


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Über Der Emil

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2 Kommentare zu 2025 – 127: Danach

  1. annette sagt:

    Ich erinnere mich tatsächlich – in den 90er Jahre war ich Schöffin, da konnte man einfach so ins Gericht gehen, um öffentliche Verhandlungen zu besuchen. Kontrollen gab es nur bei ganz besonderen Prozessen, aber die hab ich nicht erlebt.
    Und, ich kann es nicht lassen: Dein Text von gestern ist der beste Bericht, den ich über diesen Tag gelesen hab. (Kannste ja wegstreichen oder den Kommentar gar nicht freischalten, ist o.k.)

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