Und das Ende gehört für mich schon lange dazu.
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Es ist der Tag vor dem Ende, vor dem Ende der Arbeitswoche. Auf einem Zettel am Schreibplatz stehen diese beiden Sätze (mit Quellenangabe), die ich beim Lesen und beim Abschreiben für eine mögliche Inspiration hielt:
Der Tod ist einer der Gründe, weshalb mir das Leben so anziehend erscheint. Er bewirkt, daß ich die Welt klarer sehe.
Arno Geiger: Der alte König in seinem Exil. S. 182.
© Carl Hanser Verlag München 2011. ISBN 978-3-446-23634-9
Da saß ich nun und dachte nach. Über den Tod, der mir schon oft und auch heftig begegnete. Ich versuchte mir vorzustellen, wie das Menschenleben ohne den Tod aussehen könnte. Und ich kam zu einem Schluß: Kinderlos. Eine andere Möglichkeit des Überlebens der gesamten Menschheit sah und sehe ich nicht, wenn der Tod der Menschen abgeschafft wird.
Bei mir bewirkt der Tod, das Erleben eines Todes übrigens nicht, daß ich die Welt klarer sehe. Aber ich erkenne seine Existenz an als einen notwendigen Bestandteil des Lebens, denn auch ihr Ende gehört zu einer Geschichte dazu.
Mein Vater (1940 geboren) erkennt mich nicht mehr. Er ist in seiner Welt gefangen, verschwunden. Manchmal, wenn ich ihn ansehe, glaube ich zu erkennen, daß er nur noch auf den Tod wartet.
Erinnerung des Tages:
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 26. September 2024 mit den Erinnerungen an einen Sohn, mit der Zeit in der Badewanne, mit dem Weihnachtstee.
© 2024 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ein Gedanke dazu wäre:
Liebt man den Tod, wenn man gerne schläft?