Nur ein Gedankenspiel, ein sonderbares.
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Wenn ich irgendwo unterwegs bin und Menschen beobachte, fällt mir immer öfter auf: Sie sind süchtig nach Unterhaltung, nach Ablenkung. Mir scheint, sie haben Angst vor Langeweile. Ich stelle mir vor, all diese Menschen hätten plötzlich Zeit. Und nichts, mit dem sie sich ablenken könnten, nichts zu tun und der ganze digitale und elektronische Schnickschnack stünde für eine erkleckliche Weile nicht zur Verfügung.
Vielleicht würde dann die Unterhaltung wieder aufleben, die Unterhaltung, die ein Gespräch zwischen Menschen ist.
Ja, auch ich bin nicht frei von dieser Sucht, ganz ohne Internet und Smartphone geht auch bei mir nichts mehr. Aber ich kann noch Pausen davon machen …
Erinnerung des Tages:
1984 verbrachte ich eine Nacht in einem sogenannten Mannschaftswagen auf dem Güterbahnhof Weißenfels, bevor wir für fast 24 Stunden in Halle (Saale) standen.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 21. Juli 2024 mit einem Anruf schon vor sechs Uhr früh, mit meinem Ausflug nach Weißenfels, mit der Zeit in der Badewanne.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Als ich letztens nach meinem Sturz in der Notaufnahme war, saßen mir gegenüber ein Vater und seine Tochter, beide in ihren Büchern vertieft. Nun ja, in einer Notaufnahme unterhält man sich auch eher nicht. Und eine Unterhaltung mit fremden Menschen in der U-Bahn o.ä. ist auch schwierig. Wenn nicht mit ihren Handys beschäftigt, so scheint es mir, hängen die meisten von ihnen ihren eigenen Gedanken nach. Gerade auf so einer Fahrt ist das möglich, die eigenen Gedanken sortieren. Mir geht es jedenfalls so. Sicher, manchmal gibt es Menschen, die ich gerne ansprechen würde. Auf einer der letzten Fahrten saß mir gegenüber eine Frau, von der ich meine Blicke nicht abwenden konnte. Zu gerne hätte ich ihr gesagt, wie schön sie ist. So eine natürliche Schönheit, die ohne falsche Wimpern und MakeUp auskommt. Groß, schlank, lange wellige rote Haare, strahlend grüne Augen., Sommersprossen. Natürlich habe ich nichts gesagt. Manchmal würde ich gerne mehr über andere Fahrgäste wissen. Aber nun ja, ich bleibe still und denke mir Geschichten über sie aus.
Danke für Deine Gedanken.