Ein Tag wie jeder andere.
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Ja, wirklich: ein Tag wie jeder andere. Es gibt keine physikalische, meteorologische oder astronomische Besonderheit an diesem Tag. Denn das Datum wurde willkürlich von ein paar Menschen so festgelegt (wie so viele andere Feiertage). Alles, was diesen ersten Tag des Monats Januar anders macht, sind Menschendinge. Der Tag ist einfach nur ein Tag.
Was mir auffiel: Direkt vorm Haus wurde wenig gefeuerwerkt. Vom Fenster aus sah ich aber eine Stelle hier in HaNeu, in den 800ern, an der wurde anscheinend von 23.30 Uhr bis 02.30 Uhr durchgeballert. Und von da kamen scheinbar auch die Kanonenschläge, die mich an die 152mm-Haubitze der NVA erinnerten und meine Scheiben vibrieren lißen. Das war kein hier legal gekauftes Zeug, ganz sicher nicht.
Was bringt mir denn dieser 1. Januar? Ja, eine neue Jahreszahl des vor mir liegenden Jahres mit 366 Tagen. Das also einen Tag mehr als ein Gemeinjahr hat. Auch dieser zusätzliche Tag im Februar wurde willkürlich von Menschen festgelegt: Bei seiner Einführung wurde er auf den sechten Tag vor Beginn des März festgelegt; wenn man alle Kalenderreformen berücksichtigt, gab es damals den 24. Februar zweimal (Erklärung im Blog des DLR). Noch mein Großonkel und meine Großtante erklärten, daß ihr Hochzeitstag 29. Februar rechtlich und kalendarisch richitg außerhalb von Schaltjahren am 28. gefeiert werde, weil der Schalttag ein vor dem letzten Tag des Monats Februar eingeschobener Tag sei.
Sicher wird es auch einige Gesetze, Durchführungsbestimmungen, Verordnungen usw. usf. geben, die ab heute Sachen für uns Menschen komplizierter machen (das tun meiner Meinung nach die meisten davon, nur ganz wenige dieser Rechtsverordnungen erleichtern den Menschen etwas). Und ich habe – ganz ehrlich gesagt – heute noch keine Lust, mich damit zu befassen.
Allerdings gibt es seit heute etwas bisher nicht vorhandenes in meinen Kladden, es gibt die besonders gekennzeichnete
Erinnerung des Tages:
Einmal pro Woche oder aller zwei Wochen hielt vor der Grundstückseinfahrt der Klein-LKW von Getränke Mergner, eines kleinen, privaten Verlegers aus dem Ort. Es war ein graubrauner Framo (V901) mit Pritsche. Von dem wurden Rote und Waldmeisterbrause, ganz wenig Mineralwasser und natürlich Bier verkauft, einzeln oder in den damals üblichen Getränkekästen: für jede der 20 Flaschen ein holzabgeteiltes Fach, außen (oft rostige) eiserne Griffe. (Irgendwann 1970 ±2 Jahre.)
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 1. Januar 2024 mit dem Ausschlafen, mit einer zu einem Bild im Netz auftauchenden Erinnerung, mit meinem Desinteresse an der auch heute noch stattfindenden nicht unerheblichen Böllerei.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Mag sein, dass der Hochzeitstag vorgefeiert werden kann. Mein Geburtstag wird das nicht – am 28.2 war ich nicht nicht geboren – und jemand der am 3.3 Geburtstag hat, feiert auch nicht am 2.3. Oder?
Ich weiß, ich weiß. Ich würde auch nie am 28. gratulieren.
(Die Interpretation des Schalttages änderte sich ziemlich oft.)