2023/020 – Kleinigkeiten


Im Alltag leicht zu übersehen, zu vernachlässigen.
Und das ist – so denke ich – nicht richtig.

To get a Google translation use this link.

 

Es ist schon sonderbar: Weil ich mich immer wieder im Klein-Klein des Alltags verzettele, übersehe ich immer wieder die kleinen Dinge, die mein Leben trotz aller Widrigkeiten lebenswert machen. Zum Beispiel die vielen Bücher, die ich mir einfach so aus den Öffentlichen Bücherschränken holen kann. Und die Mög­lich­keit, mir alles – gut, nur fast alles – von der Seele schreiben zu können. Den Kaffee morgens und den Keks dazu. Daß ich mich trotz aller Wehwehchen, die in den letzten Jahren (wahrscheinlich alters- und krankheitsbedingt) dazu­ka­men, noch immer recht gut bewegen und viele Wege zu Fuß gehen kann.

Ich sitze an meinem Schreibplatz und sehe in die warme Flamme einer Kerze. Mittlerweile habe ich herausgefunden, wie ich den Sencha (einen Grünen Tee) so zubereite, daß er für mich eine Köstlichkeit ist. Und ich leiste mir den Luxus, ihn leicht mit Kandis zu süßen.

Schwer ist es nicht, die kleinen guten Momente meines Lebens zu sehen; aber bemühen darum muß ich mich schon.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 20. Januar 2023 war ich zufrieden mit den getroffenen Vorbe­rei­tun­gen fürs Wochenende, mit den beschriebenen Seiten (und weder zeige ich die hier noch habe ich bisher vor, ein Buch daraus zu machen – warum schreib ich nur so viel), mit dem Widerstehen.

© 2023 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2023, Erlebtes, One Post a Day abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Kommentare zu 2023/020 – Kleinigkeiten

  1. piri sagt:

    Es sind sehr oft die kleinen Dinge, die uns glücklich und zufrieden machen. Die Möglichkeit alleine einkaufen zu können, das Bier, das schmeckt oder die Socken, die warm genug sind im Winter. Wir übersehen die scheinbar unwichtigen Sachen.

  2. C Stern sagt:

    Lieber Emil,
    es ist eine wichtige Übung, dankbar für all die scheinbar kleinen Dinge zu sein.
    Es scheint uns alles, jeder Handgriff, jeder Schritt, und so vieles mehr so selbstverständlich – und ich sehe gerade durch meinen Beruf wieder deutlicher, dass nichts selbstverständlich ist: Von einer Sekunde auf die andere kann ein Leben völlig umgekrempelt sein. Und dann ist das, was noch gestern ganz selbstverständlich war, auf einmal mühsam oder gar nicht mehr allein zu schaffen. Und man braucht Unterstützung, um am Leben wieder teilhaben zu können.

    Ganz in diesem Sinne: Auf die Dankbarkeit &
    auf die schöne, behagliche Teezeit!
    Ganz liebe Grüße, C Stern

  3. Sofasophia sagt:

    Dieses Schreiben-ohne-ein-Buch-schreiben/machen-zu-Wollen … da denk ich jetzt mal drüber nach. Ist bei mir ja irgendwie ähnlich.
    Letztlich schreiben wir ja doch nur für uns … oder so.

Antworte auf den Kommentar von Sofasophia Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert