Nº 168 (2022) – Nickend

Gleich lese ich es im Radio vor.

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Zum Glück war die Sendung schon verbereitet, sonst hätte ich zum ersten Mal seit langem eine alte Folge wiederholen lassen müssen. Aber: Im heutigen „Buchfink” gab und gibt es nur Texte von Autorinnen zu hören und auch die Lieder wurden und werden alle von Sängerinnen gesungen. Es ging und geht sehr weiblich zu.

Und in einem Buch, das ich zu weiten Teilen nickend las und aus dem ich in der Sendung zwei Textstellen vorlas, fand ich diese Gedanken:

 

 

… Anders wäre es ja sehr leicht. Dann bräuchten einfach nur die, die Vergangenheit und Gegenwart gleichsam einfrieren möchten, festzulegen, wie Heimat auszusehen hat und was man dabei empfinden soll, und schwupps, sehen und fühlen es alle so. Meine Erkenntnis ist aber: Gefühle lassen sich nicht einzäunen. Meine jedenfalls nicht.

Dunya Hayali: Haymatland. Wie wollen wir zusammen leben? S. 137
© 2018 Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin. ISBN 978-3-550-20017-5
(Hervorhebung von mir – Der Emil)

 

 

Heimat. Und Gefühle. Und Gedanken. Das Buch fand ich erst vor ein paar Tagen auf der Straße und habe es vorgestern ausgelesen. Für mich selbst unerwartet kann ich es echt weiterempfehlen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 17.06.2022 das Ausschlafen, die fertige Radiosendung, den Feierabend mit Hefeweizen.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Acht der Stäbe.

© 2022 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Kommentare zu Nº 168 (2022) – Nickend

  1. piri sagt:

    Schickst du. Es mir? Ich kann grad Trost gebrauchen. Und mir scheint, es könnte mich trösten!

  2. C Stern sagt:

    Heimat – ein Begriff, mit dem die meisten vermutlich ihr Heimatland verbinden. Genau definiert, in Grenzen vorgegeben.

    Heimat – als innerer Zustand, ein „Zur-Ruhe-Kommen-Bei-Sich-Selbst“;
    sich mit den eigenen Gefühlen beschäftigen, ihre konzentrischen Kreise beobachten, wie sie sich auf dem Meer des Lebens ausdehnen – und auf die Gefühle anderer treffen …

  3. Gudrun sagt:

    Ich habe meine Tochter gefragt, was für sie Heimat ist. Sie kennt ja nun zwei Länder. Und sie sagte es mir so, wie C. Stern es im Kommentar ausgedrückt hat. Hier hat sie ihre Kindheit verbracht und ihre Schulzeit, ihre erste Liebe erlebt und hier wohnen ihre Eltern. Manchmal hat sie Heimweh. Aber in Californien ist sie genau so gern. Sie arbeitet hier, hat eine Familie gegründet … Beide Orte sind für sie Heimat. Vielleicht es ist gut, wenn man nicht ganz an der Scholle kleben bleibt.
    Grüße von nebenan.

  4. Frau Momo sagt:

    Ich habe zu dem Begriff Heimat so gar keinen Zugang. Ich habe ein Zuhause, aber das könnte ich auch überall woanders haben. Hamburg, bzw. Norddeutschland ist sicherlich sowas wie Heimat. Hier bin ich aufgewachsen, kenne (und schätze) die Mentalität der Menschen. Aber mehr verbindet mich dann auch nicht. Ich habe in verschiedenen Städten gelebt, nicht überall habe ich mich wohl gefühlt, aber ich weiß, dass ich letztlich fast überall leben könnte, auch wenn ich mich Norddeutschland besonders verbunden fühle. Aber Heimat? Ich kann mit dem Begriff schlicht nix anfangen.

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