An den Briefkästen im Hauseingang.
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„Ach, das ist aber schön, daß ich Sie mal wieder treffe. Wissen Sie, ich hab' ja nicht soviel gehört in den letzten Tagen von Ihnen, guten Tag übrigens erstmal, und ich habe Sie ja seit Wochen nicht mehr gesehen? Waren Sie im Urlaub oder krank? Ach es geht mich ja überhaupt nichts an, aber manchmal eben macht man sich ja Sorgen um die Nachbarn im Haus. Und gerade Sie, der Sie doch immer so freundlich grußen. Da fällt es schon auf, wenn man jemanden längere Zeit nicht sieht. Eine Bekannte von mir wäre ja schon längst losgegangen und hätte an den Wohnungstüren, also an ihrer Wohnungstür mal geschnüffelt, ob es – entschuldigen Sie, ich mach das natürlich nicht – eventuell nach Verwesung riecht. Nur für den Fall des Falles. Das war ja hier im Haus vor 22 Jahren mal so, da lag der Herr Meier über acht Wochen tot in seiner Badewanne und niemand hat ihn vermißt. Na, ich weiß davon ja nur, weil es die Frau Schmidt mal erwähnt hat nebenbei, wir sind ja erst vor 18 Jahren hier eingezogen und haben das zum Glück nicht erleben müssen. Aber nun sagen Sie dochmal, wo waren Sie in den vergangenen Tagen?” „Guten Tag. Ich wohne nicht hier im Haus. Ich wurde heute zum ersten Mal zu einem Hausbesuch hergebeten. Ich bin Arzt. Und nun guten Tag, ich muß zum Patienten.” Im Wegdrehen hört er noch: „Und zu wem gehen Sie denn jetzt, wer ist denn hier im Hause krank?” Er antwortet darauf nicht mehr.
Wie das Leben manchmal so spielen könnte oder spielt. Keine Sorge, das ist ziemlich frei zusammenfabuliert.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 28.04.2022 den Ausrüstungstransport zur Rudelsburg, meine für vier kurze Szenen ausreichende Kreativität, die Rühreier mit Speck und Salami und Tomaten (sogenanntes Kotzei).
Für morgen zog ich die Tageskarte III – Die Herrscherin.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Leben soll reich und vielfältig sein.
In einem solchen Fall allerdings …
Ich denke, solche Menschen gibt es immer noch. Das sind die, an die man sich wenden muss, wenn man möchte, dass sich eine Nachricht schnell verbreitet.
… und zwar unabhängig vom Wahrheitsgehalt …
Klasse fabuliert!
Und das so genannte Kotzei müsste recht gut schmecken 🙂
Gruß von Sonja
Danke. (Ja, schmeckt wirklich, trotz des Namens.)