Ein wenig bekanntes, uraltes Winterlied im Doppelpack.
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Das ist mein 12. Adventskalender, den ich all denen widme, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Möge uns allen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen insbesondere für Menschen (und Tiere), die Hoffnung und Trost brauchen.
Vorgestern am frühen Morgen hätte ich das Lied singen können, als hierzustadt eine dünne, weiße Decke über alles gebreitet war. Vielleicht kennt niemand dieses Lied, denn es ist eines der seltener gehörten. Zumindest wird es in Einkaufsparks und auf Weihnachtsmärkten nicht totgedudelt, und ich hoffe, das bleibt so. „Es ist ein Schnee gefallen”: Der Text fand sich bereits 1467 – vor über 500 Jahren – in einer Münchener Handschrift. Die Melodie wurde erstmals in den „Graßliedelin” 1535 gedruckt. Und natürlich war ich bei keinem der beiden Ereignisse dabei, ich habe einfach bei Wikipedia die Daten und Texte gefunden, denn ja, es gibt mehrere Textvarianten. Und wie es bei Volksliedern so ist, variieren auch die Melodien von Zeit zu Zeit und von Landstrich zu Landstrich. Diese Version erschien auf einer Schallplatte von Wacholder beim VEB Amiga im Jahre 1983. Da hört man die dreistrophige Version mit der Abwandlung, daß die Maid wollt zu meinem Buhlen gan gesteht und nicht mit Schneebällen beworfen wurde.
Ist es nur mein Eindruck, daß zum Jahresende hin, also in der Advents- und Weihnachtszeit, noch immer mehr gesungen, mehr Volkslied und Klassik und vor allem mehr Kinderlied gehört wird als sonst im Jahr? Auch in den Familien, trotz moderner Lebensweise und Erziehung? Wenn ich irgendwann mal wieder einen richtigen Schallplattenspieler habe, dann lege ich mir die Weihnachtsschallplatten auf aus meiner Kinderzeit. Das sind zirka zehn glänzend schwarze Scheiben, die Erzgebirgische und Klassische Weihnachtsstimmung verbreiten, wenn die auf ihnen konservierte Musik erklingt. (Und jetzt gestehe ich: Seit ich so viele Schallplatten und andere Tönträger digital archiviert habe, höre ich mir solche Musik jahreszeitunabhängig an, ja, auch im Hochsommer! Mit den Platten, Kassetten und CDs hab ich das viel, viel seltener getan.)
Doch es ist nicht nur die Musik. Bei mir jedenfalls sind es auch viele überkommene und übernommene Bräuche, die ich in diese Zeit pflege, wie zum Beispiel das mit den Streichhölzern, was ich selbst ja auch so mache. Es sind da noch einige Marotten mehr, die ich in dieser Zeit auslebe … Wenn ihr, meine Leserinnen und Leser, einmal darüber nachdenkt: Habt ihr auch ganz spezielle Weihnachtsbräuche, die ihr vielleicht aus der Kindheit oder gar nur aus den Erzählungen eurer Großeltern euch bewahrt, angeeignet habt? Ich bin neugierig und würde mich über die eine oder andere Antwort auf diese Frage in den Kommentaren freuen.
Im Radio hörte ich „Es ist ein Schnee gefallen”, es war sogar am 1. Advent, von einer Band mit dem Namen Adaro gespielt. Die kenne ich aus der Zeit um das Jahr 2000 herum als sogenannte Mittelalterband (allerdings gibt es sie nicht mehr). Deren Version fand ich dann in einem bekannten Videoportal – und eine erkleckliche Zahl weiterer Versionen immer dieses einen Liedes (z. B. von Foyal, Zupfgeigenhansel, eLysan (anders und hörenswert), Hannes Wader u. v. m.). Hörte ich eine oder gar zwei Stunden nichts anderes an? Ich weiß es nicht mehr. Am besten von allen gefielen mir aber die Einspielung von Wacholder und BUBE DAME KÖNIG. Wie anders klingt dieses Lied, wenn es von der Hallischen Formation gesungen wird:
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand21 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.
P.S.: Positiv waren am 07.11.2021 Lesen zum Weihnachtsoratorium von CD, ein gepacktes Paket, umsortierte Bücher.
Die Tageskarte für heute ist die Sechs der Münzen.
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Mein Brauch ist ja, Brauchtum möglichst zu ignorieren, da mir der innere Bezug fehlt. Besonders zu 🍷 achten. Aus Gründen.
Dir aber gönne ich diese Verbundenheit sehr.
Ich habe heute Vormittag darüber nachgedacht ob und was mir mitgegeben wurde.
So wie ich es kannte, wollte ich es nicht haben.
Also haben wir selbst unsere Rituale erfunden.
(Kann man erfunden sagen?🤔)
Zumindest richte ich mich sehr nach den kirchlichen Traditionen, auch wenn ich nicht gläubig bin. Mir ist es aber wichtig sie weiterzugeben, damit sie nicht in Vergessenheit geraten.
Natürlich kann man eigene Rituale erfinden.
Und wenn Du Dich – wie Du sagst – Dich nach den kirchlichen Traditionen richtest, so muß die ja auch irgendwer mehr oder weniger bewußt mitgegeben haben …
Sie stammen dann eher aus der anderen Seite der Familie und vieles habe ich von Freunden früher mitbekommen.
Kirchliche Traditionen gab es bei mir früher zu Hause nicht.
Wenn an Karfreitag frohe Ostern gewünscht wird, weißt du was ich meine.
Ja, DIESER Wunsch sagt sehr viel.
Danke fürs Gedanken anregen Emil.