Vieles kann man so oder so sehen.
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Auf einer Bank am Spielplatz irgendwo sitzt ein Kind mit einem Luftballon in der Hand. Ich beobachte es schon einige Minuten. So, wie der Ballon an seiner Schnur nach oben drängt, ist er mit Helium gefüllt. Das Kind sitzt da und spielt mit dem Faden, der den Ballon hält. Plötzlich steigt der Ballon unaufhaltsam in den Himmel. Dem kleiner werdenden roten Ding sieht das Kind hinterher. Ein zweites Kind geht auf das auf der Bank zu: »Ach, schade! Jetzt is der schöne Ballon weg. Du bist bestimmt ganz traurig!« »Nein gar nich. Ich laß meine Luftballons immer in Himmel steigen. Uroma weiß dann, daß ich an sie denk un sie nich vergeß.« Da suchen beide Kinder den roten Punkt im Blau.
Was schon Kinder lehren können: Loslassen ist in den seltensten Fällen nur ein Verlust.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 04.08.2021 waren positiv Wege durch die Stadt, etwas Weggeräumtes, Zeit in der Wanne.
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Stäbe.
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Danke.
danke für diese wunderbare geschichte, freut mich sehr. ja, so ist es, durch die eigene brille sieht etwas ganz anders aus als für den betroffenen. loslassen kann auch befreiung sein.
Wie schön!