2021,204: Wechsel

Auf die eine oder andere Veränderung verzichtete ich gern.

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Es hat knapp drei Tage gedauert, ehe auch nur die grundlegenden Einrichtung des neuen Rechners der des alten Gerätes einigermaßen entsprach. Gestern Abend war es dann soweit. Es läuft noch lange nicht alles so, wie ich es haben möchte, da sind noch einige Sachen, die hakeln. Aber so ist das eben, wenn der Akku des alten Rechners sich als sanfte warme Beule im Gehäuse bemerk­bar macht und ich das Risiko eines Totalversagens nicht eingehen möchte. Irgendwas stimmte beim Neuen mit der Speicherverwaltung und den Browser­da­ten noch nicht – und der dazugehörige Übeltäter schien der Opera-Browser zu sein. Mittlerweile habe ich Opera zwar gezähmt, aber irgendwas ist da noch nicht ganz so, wie es sein soll.

Auf dem neuen Rechner zu arbeiten ist, als ob ich in meinen gewohnten Dis­coun­ter gehe und dort wurde mal wieder umgeräumt. Ich hasse das, dieses Suchen, dieses Umgewöhnenmüssen, ohne daß es aus meiner Sicht notwendig gewesen wäre. Ja, mein Rechner hätte ruhig noch länger funktionieren dürfen! Ich brauche immer eine gewisse Zeit, bis ich mich einer mir unbekannten, unverständlichen Logik »unterordnen« kann. Am Ende eines solchen Einkaufs in veränderter Umgebung habe ich zwar üblicherweise alles, aber ich hatte Streß, und den noch für eine längere Zeit, als ich normalerweise für einen Einkauf bräuchte. Das ist grauenhaft für mich. Und ich ärgere mich auch darüber, daß mich das so stört und aufregt.

Dem neuen Rechner fehlt eine Taste, von der ich bisher nicht wußte, daß ich sie so häufig nutze. Die zu den Richtungstasten gehörende Ende-Taste ist nicht gesondert vorhanden, sondern nur im Ziffernblock verfügbar, wenn dieser abge­schaltet ist. Das ist irgenwie doof, aber unter LINUX läßt sich dafür eine systemweit gültige Tastenkombination festlegen, die dann funktioniert (ich glaube, ich werde ALT+POS1 nutzen). Ich muß nur mal in meinen sehr alten Unterlagen (oder im Internet) zu keymap suchen, wie das zu machen ist, denn ich habe es gut 20 Jahre nicht mehr benötigt und genutzt. Ich bin sicher, das schaffe ich noch irgendwann – oder ich gewöhne mich an den Zustand ohne diese Taste. Und bis auf die Programme (leider notwendig für mich), die unter Windows laufen müßten und auf dem alten Rechner problemlos unter WINE (Wine Is Not an Emulator – aber dieses Programm WINE macht die Ausführung von Windwos-Programmen unter LINUX möglich) ausführbar waren, funktio­niert alles halbwegs zufriedenstellend.

Nun hoffe ich, daß auch dieser Rechner wieder ein paar Jahre – Waren es vier oder fünf? – durchhält.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 23.07.2021 waren positiv der mißglückte Versuch zur Zweitimpfung zu kommen (bzw. der Fußweg hin und zurück, ich konnte nicht geimpft werden), der endlich wieder erhältliche Eukalyptus-Badezusatz, Hirsebrei zu Kaßler.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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23 Kommentare zu 2021,204: Wechsel

  1. Nati sagt:

    Hach ja, deinen beschriebenen Stress kenne ich zu gut und hasse es ebenso. Egal ob Elektro Geräte oder in Geschäften.
    Nicht umsonst nutze ich meine Geräte bis sie aufgeben.
    Ich verstehe nicht wie man einen Vertrag abschließen kann damit man jedes Jahr ein neues Handy bekommt.

    • Der Emil sagt:

      Autsch. Du erinnertest mich grad an die nervigen Umzüge von Telefon zu Telefon … Ürgs.

      • Nati sagt:

        Ich hasse es wie die Pest. Man hängt einen halben Tag an dem Gerät damit alles wieder so ist wie gewohnt. Mir fehlt dafür einfach der Willen und die Geduld.

        • Der Emil sagt:

          Einen halben Tag? Wow, Du bist da echt schnell.

          Okay, ich bin datenparanoid, aber ich brauche zwei Tage für sowas, mindestens.

          • Nati sagt:

            Mit Hilfe, grins…
            Für das Meiste bin ich wohl zu blöd. 🙊

            • Der Emil sagt:

              Aaaaaah! (Ich war — und bin — für so manche Menschen der, der hilft …)

              • Nati sagt:

                Bei mir müssen Geräte einfach funktionieren, ihren Dienst zuverlässig tun.
                Wenn ich erst suchen muss, weil alles anders ist, macht es mich wahnsinnig.
                Komisch ist es wenn bestimmte Dateien nicht mehr unterstützt und somit nicht mehr abrufbar sind. Hatte ich mal mit ganz alten Bildern. Beim zweiten Handy später waren sie wieder sichtbar. Da hatte ich mich schon mit dem Verlust abgefunden.

                • Der Emil sagt:

                  Meine „alten“ Staroffice-Dateien wurden und werden von keinem der offiziellen Nachfolgeprodukte unterstützt …

                  Es wurden mit der Zeit so viele Medien (Datenträger) unlesbar, einfach weil es keine Geräte mehr gibt, auf denen sie gelesen werden können … DAT-Tapes, MO-Discs, Minidisk usw. usf.

                  Und CD-R/CD-RW oder DVD-R/DVD+R bzw +-RW halten im Duchschnitt auch nur 5 Jahre — ich brenne oft genug um bzw. hab mittlerweile auf externe Festplatten kopiert (elf davon liegen hier herum).

  2. Sofasophia sagt:

    Warum hat denn das Impfen nicht geklappt? Doof. 🥺

  3. Pit sagt:

    Wie langweilig waere das Leben doch ohne Rechner-, Betriebssystem- und Handywechsel?! 😀 Wir haetten ja auf einmal richtig Zeit!
    Ein feines Wochenende ohne Elektronikstress wuensche ich,
    Pit

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