2021,096: Lesen

Und plötzlich muß ich eine Pause machen.

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Nein, ich schaffe es wirklich nicht, immer nur ein Buch nach dem andern zu lesen. Das funktio­niert nicht. Ich brauche immer drei oder vier, in die ich mich zurückziehen kann. Und wenn dann noch ein »Fachbuch« oder gar ein echtes Fachbuch dabei ist, werden es auch mal fünf Bücher gleichzeitig. Normalerweise habe ich auch keine Probleme, von der einen Welt ganz leicht in eine andere Welt zu schlüpfen. Zwei, drei Zeilen, maximal eine halbe Seite brauche ich, um wieder in die Handlung zu finden und mich der Personen usw. zu erinnern. Sehr selten passiert, was gerade der Fall ist, daß das nämlich nicht reibungslos funktioniert, daß ich da stocke. Viel­leicht liegt es daran, daß ich beide Bücher erst heute am Morgen zur Hand genommen habe (Martin Suter: Der letzte Weynfeldt; Herrad Schenk: Am Ende). Ich kann mich nicht daran erinnern, an einem Tag schon einmal zwei Bücher angefangen zu haben.
 
Welches der beiden lege ich jetzt für ein paar Tage beiseite?

 

Dieses parallele Lesen funktioniert bei mir nicht nur mit Büchern, in denen mehrere Erzählungen o. ä. enthalten sind. Das funktioniert auch mit utopischen Büchern, wenn Handlungsorte oder -zeiten nur ein wenig unterschiedlich sind oder mit Krimis oder oder oder. Für dieses Ein-Buch-nach-dem-anderen bin ich zu sehr auf Abwechslung aus, zu wenig geduldig. Oder ist es etwas anderes, das mir dafür fehlt? Was bringt Menschen dazu, wie ich parallel zu lesen? Wie fas­zi­nierend muß ein Buch sein (außer denen, die ich wirklich an einem Stück von vorne bis hinten durchschwarte), damit ein zweites daneben keinen Platz haben kann? Oder liegt es am Menschen, an seinen Fähigkeiten und so vielem mehr? Übrigens: All die Bücher, von denen ich hier schreibe, sind solche, die ich zu meinem Vergnügen lese. Nur noch ganz, ganz selten habe ich Lektüre, für die ein Sachzwang Lesepflicht bedingt. Und: Ich leg' Herrad Schenks Buch zur Seite. Und habe mir heute auch noch eine Fachzeitschrift gekauft.

 

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Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 06.04.2021 waren positiv ein abgesprochener Plan, eine geschaffte Audionachbearbeitung, viel Gelesenes.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Neun der Kelche (zu teilende Freude, Abgrenzung).

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Über Der Emil

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