Das gewiß nicht, aber gleich ein Fehler?
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Viele wissen oder sagen, daß Alter, alt zu werden kein Verdienst ist. Nun, wahrscheinlich kann ein Mensch ein wenig dazutun, alt, älter zu werden: Gesund leben zum Beispiel. Aber eine Garantie ist das auch nicht. Dann ist Jugend aber auch kein Verdienst. Ganz im Gegenteil. Von vielen Älteren – gut: Von einigen Älteren wird Jugend offensichtlich als Fehler angesehen. Als Fehler, der sich mit der Zeit verringert, ja, aber als Fehler. Finde nur ich das nicht ganz zutreffend bis völlig hirnrissig?
Ich glaube, daß höheres Alter nicht unbedingt auch mehr Lebenserfahrung bedeutet.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 08.09.2020 eine erledigte Haushaltsarbeit, Steak mit Zaziki und Brot, ein in meinem Schrank wiedergefundenes Buch von Elke Erb.
Die Tageskarte für morgen ist der König der Münzen.
© 2020 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Auf den Gedanken, Jugend als Fehler anzusehen, bin ich noch nie gekommen. Alt zu werden als Verdienst anzusehen aber auch nicht. Dazu kenne ich zu viele Menschen, die ihr Alter und die zu tragende Last in Form von Krankheit und anhaltenden Verlustschmerzen, als große physische und psychische Belastung empfinden. Die Tendenz einer Besserung liegt bei Null. Einige sehnen den Tod herbei. Und dabei haben sie in ihrer Jugend, wie immer diese auch an Jahren zu definieren ist, großartiges geleistet. Sie hätten ein anderes Alter verdient.
Sie hätten ein anderes Alter verdient… da stimme ich Dir unbedingt zu.
Ein Alter ohne finanzielle Sorgen zumindest, die manchen dieser alten Menschen mehr drücken als ihre körperlichen Leiden.
Was Schmerzen und gesundheitliche Probleme angeht denke ich, dass das zumindest bei mir zum Teil auch die Konsequenz aus der Art ist, wie ich gelebt habe – ohne Rücksicht auf meine Gesundheit zu nehmen und ohne an ein morgen zu denken…. Insofern sehe ich darin auch keinen Grund zu jammern und nehme es schulterzuckend und mit viel Gelassenheit so, wie es ist.
Genau,so wie ich das auch bei vielen alten Menschen erlebt habe, die ich im Lauf meines Lebens betreuen durfte.
Ich habe vor wenigen Tagen über eine Studie gelesen, die untersucht hat, wie alte Menschen mit der Isolation der ersten Pandemiewochen umgegangen sind. Im Gegensatz zu jungen Leuten, hätten sie das gut wegstecken können (ausgenommen wurden die Bewohner von Altenheimen und Pflegeeinrichtungen, die unter Besuchsverbot – auch untereinander – sehr gelitten haben). Vielleicht haben wir ja wirklich eine Gelassenheit erreicht, die aus der Summe unserer Lebenserfahrung gespeist wird. Aber wie überall, gibt es natürlich auch im Alter nicht plötzlich eine Schar gelassener und altersweiser Menschen. In meiner allernächsten Nähe lebt das genaue Gegenteil, und in meinem Beruf begegneten mir auch sehr viele nörgelnde, unzufriedene und ungerechte Alte. Manchmal denke ich, dass das auch am Umgang mit ihnen liegt. Darüber habe ich mir hier schon öfters Gedanken gemacht.
Hier mein Artikel dazu: https://quilttraum.wordpress.com/2020/01/26/die-wuerde-des-menschen/
Das gucke ich mir gleich mal an !
Alter und Jugend gegeneinander aufzurechnen ist mir persönlich fremd. Ein bisschen mehr Verständnis für einander wünsche ich mir allerdings. Familienverbünde, wo jung und alt zusammen lebt, gibt es nicht mehr, aber andere zaghafte Projekte schon. Ich finde das gut.
Nun … „Die Jugend“, die sich fürs Klima einsetzt, wird von vielen Verantwortlichen eben deshalb nicht wahr- und gleich gar nicht ernstgenommen, weil es eben Jugend ist.
Ja,ansonsten stimme ich DIr in allem zu.
„Von einigen Älteren wird Jugend offensichtlich als Fehler angesehen“….
Vielleicht aus Neid, weil sie selbst nicht mehr jung sind?
Denn das wünschen sich ja viele: noch mal zwanzig zu sein und alle Wege offen zu haben.
Schau Dir die Politiker etc. an, die gegen fff das „Argument“ Jugend ins Felde führen.
Womit sie sicher unrecht haben.
Im Gegenteil wäre es manchmal besser, die Alten Knacker würden freiwillig das Feld räumen und die machen lassen, um deren Zukunft es geht.
Aber dann müssten sie ja auch ihre vermeintlich wohlverdienten Privilegien hergeben…