2020-229 — Dichtung

Über die Unmöglichkeit, etwas der Scheinbarkeit zu entnehmen.

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Zum Mittagsschlaf heute träumte mir, ich schriebe ein Gedicht. Ich träumte davon, wie ich an meinem Tisch saß und auf Blankopapier einen Achtzeiler herun­ter­schrieb. Er reimte sich ABBABCBC und es gelang mir, ihn ohne eine Streichung oder Korrektur zu notieren. Ich sehe die Traumbilder noch deutlich vor mir. Ich kann mich genau an die Musik erinnern, die ich beim geträum­ten Schreiben hörte – ein Russischer Frauenchor sang in diesen getragenen, ziehend-traurigen Tönen. Waren es Lieder, die zur Russisch-Orthodoxen Messe gehören? Ich kann mich sogar an den geträumten körperlichen Zustand und Ablauf erinnern. Ich sehe am Ende auch das Geschriebene, komme dem aber nicht nahe genug, um es zu lesen oder die Worte wenigstens zu erahnen.
 
Manchmal bleibt ein Traum etwas “nur” Geträumtes …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Positiv waren am 16.08.2020 elf Stunden Schlaf mit nur einer Unterbrechung, gute Nachrichten gleich zum Kaffee, ein Mittagsschlaf um drei.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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2 Antworten zu 2020-229 — Dichtung

  1. Meister Pong sagt:

    ABBABCBC. Sehr ambitioniert das Reimschema. – Ich selber träume und kann das Dichten nicht lassen. Ich kann es jedem nur empfehlen: Dichtet! Aber auf der anderen Seite zählen nur die besten Träumer: also wahre Dichter. Ich kaum. Schade.

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