Eine ziemliche Krakelei.
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In einer meiner Kladden, die ich wahrscheinlich um 1997 füllte, fand ich folgende, noch in lateinischen Buchstaben handgekritzelten Zeilen (der dargestellte Text folgt unter dem Bild):
Da sieht es aus, als hinge an dem Baum auf der anderen Straßenseite ein Zettel. Einfach so. Kurz denke ich darüber nach, was das für ein Stück Papier ist, was wohl darauf zu lesen ist. Ich habe keine Ahnung und viel zuwenig Zeit, um hinüberzugehen und zu lesen. Am nächsten Tag hängt das Papier da noch immer. Im Weitergehen – Keine Zeit! – grübele ich, was es mit dem Zettel auf sich hat. Am dritten Tag ging ich früher los, um Zeit zu haben und das Geheimnis zu ergründen. Doch der Zettel ist weg. Nur eine Reißzwecke in der Rinde deutet auf das verschwundene Papier hin. Seither träume ich immer wieder davon, von einer wichtigen Nachricht. Aber wenn ich es im Traum schaffe, das Papier in die Hand zu nehmen, ist die Tinte zu unleserlichen Klecksen zerlaufen.
ANFANG: Jeden Morgen gehe ich etwa 300 m zur Bushaltestelle, die hier auf derselben Straßenseite ist, auf der auch das Haus steht, in dem ich wohne.
Wie die Sache mit dem Anfang zu verbessern ist, der jetzt am Ende des Textes steht, von mir also damals ergänzt wurde, ist klar: Der letzte Satz gehört ganz an den Anfang. Die Rechtschreibfehler würde ich auch – wie in der Textabschrift – kaum noch machen. Sicher würde ich heute einige Stellen anders formulieren (“hängt das Papier da noch immer” ist wirklich kein sehr gutes Deutsch) – und ich wüßte zu gern, was mich damals zu diesen Sätzen inspirierte.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 02.07.2020 ein völlig unerwarteter Anruf, reaktivierte alte Technik, ein Versuch.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



Der Anfang passt irgendwie nicht zum übrigen Text.
Es sieht so aus als wäre er Tage später hinzugefügt worden.
Vom Schreibstil her, von den empfundenen Gedanken.
Am Ende ohne lange Pause dazugeschrieben … Vielleicht deshalb. Und wie gesagt: Einiges wäre heute anders formuliert.
Ja, das habe ich gelesen.
Man entwickelt sich ja weiter.