Der Blick auf mein Monatsziel vom März.
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Ich habe es geschafft. Ich habe heute – bis auf einen halbseidenen Tweet, der Aprilscherze ad absurdum führen sollte – keinen Aprilscherz gemacht. Nicht einen. Und ich bin durchaus stolz auf mich. Andererseits gehört das ja auch zu “Sieben Wochen ohne”, in diesem Jahr “Sieben Wochen Ohne Lüge”. Und eigentlich mag ich Aprilscherze. Ja, es gab wirklich gute, aber seit Jahren kommen immer weniger gute neue Aprilscherze (siehe den von Adobe von heute: ürgs).
Ich hatte mir ja auch für den März etwas vorgenommen: Ein Ausflug an ein bisher nicht besuchtes Ziel (Gewässer?). Und irgendwann entdeckte ich den Nurfürgeübtehügel (den gibt es wirklich, er ist die neunthöchste Erhebung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld – und die Seite ist ein prächtiges Spielzeug). Aber auf dem war ich nicht. Ich war auch an keinem Gewässer, das ich bisher noch nicht besucht hatte, in keinem Wald. Ganz woanders war ich:
Ich saß an einem Frühstückstisch mit meinem Vater, meinem Sohn und meinem Enkelsohn. Das erste Mal. Und niemand weiß, wann das wieder geschehen wird. Den Enkel … Den sah ich zum ersten Mal für mehr als wenige Sekunden. Uff. Vier Generationen Kerl an einem Tisch, 79 – 55 – 32 – 7. Ich gestehe, es war nicht einfach, sehr sonderbar für mich. Und am selben Tag gab es dann auch noch einen Ort, an dem ich tatsächlich zum ersten Mal in meinem Leben war. Zwar “nur” eine Gaststätte, aber mein ganzes Leben lang bin ich nur daran vorbeigefahren, war nie drin. Darf ich damit mein Märzvorhaben als realisiert betrachten? Ja, ich tu es. Vor allem, weil zu diesem Erlebnis auch ein Gespräch gehörte, das seit Jahren überfällig war und jetzt begann.
(Un ewing gut giehts mr dodrmiet aah.)
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 01.04.2019 waren positiv geschnittenes Rohmaterial, Chinese Gunpowder, sortierte Bilder.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Münzen.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Eine leise Freude schleicht sich bei mir ein, wenn ich dich heute lese.
herzliche Grüße
Ulli
🙌🏻 Ich freu mich mit.
Vier Generationen an einem Tisch – das finde ich großartig. Emil, und deinen Mut, dich der Situation zu stellen, finde ich noch viel besser und mutig.
Was hat Adobe denn gemacht? Ich hadere da ja immer mal, kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Humor haben.
Ich freue mich, dass ich dich grüßen kann. Jetzt habe ich ja wieder Internet.
Das war so nicht geplant, funktionierte aber.
Die hatten deutsche Bezeichnungen für die Programmodule vorgestellt … So bescheuert, daß es eigentlich kein Aprilscherz sein konnte.
Es liest sich richtig schön, dein Familientreffen.
Ein recht großes Ziel, welches du im März geschafft hast.
Ich schließe mich den Anderen an, welche vor allem dein Familientreffen thematisieren. Ich finde das großartig! Ich glaube, es wird bald nicht mehr viele Familien geben, von denen 4 Generationen an einem Tisch sitzen können. Von daher war es vielleicht ein komisches Gefühl aus anderen Gründen, aber sicher ein ganz besonderes Erlebnis.
Alles Gute für den April!
Corinna