Nº 088 (2019): Bedürftig bin ich wohl

Und es ist gut, daß ich das weiß.

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Da sind drei Wörter, über die ich auch schon längere Zeit immer mal wieder nachdenke:

Bedarf und Bedürfnis und Bedürftigkeit.

Ich habe einen Bedarf oder/und ich habe ein Bedürfnis. Das sind für mich zwei, nein, drei, ach, eher fünf verschiedene Dinge. — Mittlerweile ist es mir möglich, meine Bedürftigkeit(en) wahrzunehmen und da, wo es angebracht ist, mich auch entsprechend zu äußern. Nein, hier ist nicht die richtige Stelle dafür … Wird eine Bedürftigkeit gestillt, ist das Bedürfnis nicht weg. Wird ein Bedarf befriedigt, so wird er zumindest für einige Zeit nicht mehr vorhanden sein. Oder irre ich da?

(Um den Bedarf mache ich mir viel weniger Sorgen als wegen meiner Bedürftigkeit; insbesondere die soziale Bedürftigkeit ist manchmal ziemlich groß.)

Ich suche bewußt nicht nach den Definitionen von Bedürfnis, Bedarf und Bedürftigkeit. Mir geht es um das, was Herz und Seele suchen und brauchen, um diese Art der Bedürftigkeit, der Bedürfnisse. Nein, da möchte ich mich nicht mit trockenen wissenschaftlichen Erklärungen zufriedengeben. Da wäre ich eher in der Lage, ein Sonett darüber zu verfassen. Jedenfalls bin ich noch heute dankbar für diesen Denkanstoß, den ich vor Jahren bekam, und achte auf meine Bedürftigkeiten.

Und ich frage mich auch, warum mir in Kindheit und Jugend niemand beibrachte, wie ich mit diesen Bedürftigkeiten umgehen kann. Bzw. warum mir mein kindlicher Umgang damit aberzogen, abtrainiert wurde. Denn das ist, was ich denke: Mir wurde die Beachtung der eigenen Bedürfnisse und Bedürftigkeiten nach und nach abtrainiert, vielleicht von mir selbst auf weisen Rat hin …

 

Kompliziertes Thema, kompliziertes Ding, ich weiß. Und doch bin ich froh, mich dazu äußern zu können. Ich konnte es jahrelang nämlich nicht, wußte nicht einmal mehr von meinen Bedürfnissen und Bedürftigkeiten …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 29.03.2019 waren positiv mich erfreuende Nachrichten, nette Gespräche mit Unbekannten unterwegs, der Buchfink.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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