Nach langer Zeit von woanders hierhergeholt.
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Millionen von Jahren erlebten Menschen ihr Leben sequentiell, entwickelten die Möglichkeit, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren. Noch heute ist das beobachtbar bei Kindern, die ganz und gar in ihr Spiel, das Zeichnen, eine kleine Tätigkeit im Haushalt vertieft sind und nichts vom um sie herum Vorgehenden bemerken; bei Lesenden, die vollkommen in das Buch eingetaucht sind und durch nichts abgelenkt werden können, bei Musikern und anderen Künstlern, die vollkommen im Akt der Kreation aufgehen. In solchen Situationen kann niemand von irgendetwas anderem beeindruckt und/oder abgelenkt werden. Ich selbst finde diesen Zustand wundervoll, sehne ihn immer wieder herbei und schaffe ihn für mich nur zu gern immer wieder.
In diesen Momenten habe ich mich aus der marktkonformen Gleichzeitigkeit des durchökonomisierten Lebens der heutigen Zeit hinweggestohlen. Aber wem?
Die Gleichzeitigkeit, die immer häufiger von mir, von Dir gefordert wird, ist dem Menschen nicht eigen. Von gleichzeitigem Geschehen sind viele Menschen nur zu schnell überfordert.
Zum großen Teil war das meine Antwort auf einen Ello-Beitrag im Jahr 2016. Heute hatte ich damit wieder meine Schwierigkeiten, mit dieser Gleichzeitigkeit …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 31.08.2018 waren Katerkraulen, Katerkuscheln, Katerpfotentritte.
Die Tageskarte für morgen ist .
© 2016 & © 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Das kenne ich zu gut von mir, auch beim Lesen.
Aber ich kann auch in einem lauten Umfeld alles drum herum abschalten und mich auf meinen Gegenüber konzentrieren. Es ist auf Dauer anstrengend, aber es geht.
Alles Abschalten außer „xxx“ geht. Gleichzeitig geht (fast) nie.
Da bleibt immer etwas auf der Strecke.
Aber manche können das Laute um sich herum nicht abschalten, das fände ich persönlich noch anstrengender.
Ja, das kenn ich auch und kann es doch immer nur punktuell sein, dieses Fliessende. Hingabe. Flow.
Ich glaube, wir wären eine zufriedenere Gesellschaft, könnten wir mehr in dieser Hingabe an die Aufgabe des Augenblicks sein.
Ich koche dann gern. Leider manchmal auch vor Wut.