Lesestoff für lange Zeit.
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Auf dem Weg zum Kater, den ich wiedereinmal füttern und bekuscheln darf, lagen vorhin am Wegesrand sechs alte Bücher. Ich hab sie einfach aufgehoben und mitgenommen. Nein, ich sehe nicht heute und auch morgen nicht genauer hin, ich lege sie auf einen der Stapel ungelesener Bücher. Einen der wachsenden Stapel. Wie bekomm‘ ich die nur weggelesen?
Ja, sicher. Ich hätte die Bücher nicht mitnehmen müssen. Aber: Ich kann sie doch nicht draußen liegenlassen? Was, wenn es regnet und sie naßwerden? Die verderben doch, setzen Schimmel an und bekommen (noch mehr) Stockflecken. Werden unlesbar. Nein, das kann ich nicht zulassen, bei keinem einzigen Buch oder besser: bei kaum einem Buch. Es gibt nämlich einige, denen ich es durchaus wünsche, daß sie dem Vergessen anheimfallen. Die muß ich jetzt nicht aufzählen, oder?
Wenn ich mich in meiner Wohnung so umsehe, dann liegen hier etwa einhundert ungelesene Bücher. Einhundert in mehreren Stapeln. Und immer, wenn ich eins oder zwei davon weggelesen habe, kommen fünf oder sechs (wie heute) dazu. Ich befürchte, das wird nie enden. Jedenfalls nicht so bald. Jetzt verschwinde ich auf meiner Couch und lese noch ein wenig im Heidegger, in seiner “Einführung in die Metaphysik”. Und vielleicht noch ein paar Seiten in Anne Butterfields “Ich bin da nochmal hin”.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 01.09.2018 waren Rollmops, Katerkraulen, gefundene Bücher.
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Stäbe.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


ich habe auch einen Kater – spätestens morgen früh!
Na dann: Sehr zum Wohle!
ja ja
Beschauliches Lesen wünsche ich dir