Weil es eben doch dazugehört.
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Wiedereinmal fehlt der Antrieb, die Lust zum Schreiben für den Blog. Dabei ist das Blogschreiben sowas wie Muskeltraining (speziell vom Schreibmuskel), wie ich heute las und sogar sehr zutreffend fand:
» Weswegen ich gerade wieder übe, unter allen Bedingungen zu schreiben. Das ist mir nämlich irgendwie abhanden gekommen, aber das ist für mich nicht richtig so, habe ich gemerkt. Also ändere ich es. Und auch deswegen steht hier gerade dauernd was. Sie müssen also entschuldigen, ich trainiere hier. Das Blog als Muckibude betrachtet, so geht es eben auch. «
Mit vorzüglichem Dank an Buddenbohm und Söhne
für Die Magnolie, das Muskeltraining.
Aber …
Irgendwie stimmt es dann doch nicht. Es ist tägliche Übung für mich. Die besten Ideen kommen mir noch immer in Bussen, Straßenbahnen und Zügen, jedenfalls dort, wo Menschen Hintergrundgeräusch erzeugen. “Das Summen des Schwarms”? Vielleicht. Vielleicht filtert mein Hirn aus den nicht einzeln wahrnehmbaren Gesprächen doch irgendwie einzelne Stichworte aus und verbindet sie zu einer Idee, einer Geschichte. Ich kann auch alleine, in Stille, schreiben; aber dort sind die Ideen dann schwieriger festzuhalten.
Heute, heute hatte ich keine Lust, keine Idee, keinen Antrieb. Und dann las ich eben über den Trainingseffekt. Hey, ich habe es jetzt über eine ganze Zeit geschafft, jedes Jahr so etwa 430 bis 450 Texte freizulassen in verschiedenen Blogs. Und dann liegen hier ja noch mehr beschriebene Kladden und Zettel. Vielleicht stimmt es doch und mein Bloggen ist Training des Schreibmuskels, das, was täglich als minimales Erhaltungstraining absolviert sein muß. Dann ist es aber auch legitim, einmal keine Lust auf das Training zu haben, nur widerwillig es zu absolvieren. Aber es wird durchgehalten. Zum Autogenen Training gibt es die wunderbar passende Aussage: “Wenn Du trainierst, um zu schlafen, wirst Du schlecht trainieren und schlecht schlafen; wenn Du trainierst, um zu trainieren, wirst Du gut trainieren und gut schlafen.” Wenn ich also weiter täglich schreibe, um täglich zu schreiben … Also schreibe ich.
Dieser Text entstand übrigens allein, zuhause, ohne Nebengeräusche. Der Sturm hat sich verzogen, sein Brausen und Heulen um das Haus ist verklungen. (So ganz nebenbei: an den “größeren” Projekten versuche ich immer, zuhause zu schreiben – schreiten sie deshalb so wenig zufriedenstellend voran?)
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 18.01.2018 waren die Ergbnisse beim Kardiologen, der überstandene Sturm, einige Telefongespräche.
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Stäbe.
© 2018 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Die Tarot Karte die 8 der Stäbe bringt Verliebtheit mich sich. Beim Kartenlegen mit Tarotkarten sieht die Tarot Wahrsagerin in der 8 der Stäbe lang ersehnte Meldungen, entweder per Post, via Internet oder über einen Telefonanruf. Da die Tarot Karte die 8 der Stäbe auch für Erwartungen steht, zeigen jüngere Tarot Erkenntnisse, dass sich Erwartungen meist dann nicht erfüllen, wenn die 8 Stäbe auf dieser Tarot Karte keinen Platz zum landen finden. In laufende Beziehungen oder Ehen bringen die 8 der Stäbe wieder frischen Winde und mehr Lebendigkeit. In moderneren Tarot Deutungen bedeutet die 8 der Stäbe auch eine Schwangerschaft.
Ich sehe in ihr, daß etwas in Bewegung ist, zu einem (für den Fragenden) guten Ende finden wird. Ankommendes. Alle acht Stäbe treiben aus: Kontinuität, es geht weiter, vielleicht auch mit Neuem.
eine feine Motivation! Danke…
Eigentlich und usprünglich ist sie ja von Maximilian Buddenbohm.
Seinen Blog kann ich nur empfehlen.
Die manchmal verachtete Selbstdisziplin (contra Lustprinzip) trägt Früchte. Oder Muskeln. Oder Texte.
Respekt!
Danke!
Ich hab auch ein wenig schmunzeln müssen beim lesen…
Ist nicht auch manchmal ein gewisses sich zwingen erforderlich im Leben eines Schriftstellers?!
Ein Olympionike hat einen Trainer, wer trainiert den Schriftsteller? Das Hintergrundrauschen außer Haus?
Liebe Morgengrüße vom Lu
Mir kommen die besten Ideen wenn es um mich herum still ist und ich vor mich hin arbeite. So Sachen wo man nicht überlegen muss.
So hat jeder eine andere Ideenquelle.
Erich Kästner hat am liebsten in Cafés geschrieben, auch mit Hintergrundgeräuschen von Menschen…