Wiedereinmal DIESES Buch.
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Seinen ärgsten Feind und zugleich sich selbst enthüllen zu wollen ist ein Vorhaben, für das es keine Lösung gibt.
Christa Wolf: Kein Ort. Nirgends. S. 170
Erste Auflage 1979 © Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, DDR.
Lizenznummer 301. 120/9/79
Heute habe ich in Bus und Straßenbahn, im Wartezimmer und zuhause ein ganzes Buch gelesen. Beinahe an einem Stück. Möglicherweise zum hundertsechsundneunzigsten Male. Jaja, wirklich. Ich besitze es seit 1980, seit ich siebzehn wurde: Christa Wolfs “Kein Ort. Nirgends.”. Es stimmt tatsächlich, ich nehme es bestimmt zweimal im Jahr zur Hand. Aber: Ich unterstreiche nichts mehr neu. Und das, was ich damals bei den ersten drei, vier Leserunden unterstrich, das finde ich auch heute noch zitierwürdig. Zusätzlich entdecke ich bei beinahe jedem Lesen noch einen und noch einen Satz …
Ganz ehrlich? Ich kann die Dimension des zitierten Satzes erahnen, seine Bedeutung für mein eigenes (Er-) Leben aber noch nicht erkennen. Doch jetzt ist (auch) er in meinem Kopf.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 10.01.2018 waren die Unterstützung vom Hausarzt, das Redaktionstreffen, das Buch.
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter der Kelche.
© 2018 – Der Emil. Eigener Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich muss das Buch unbedingt lesen! Christa Wolf ist mir nur zu spröde. Scheint aber nicht zu sein und nur ein Vorurteil von mir.
Es gibt sicher wesentlich DDRige Bücher von ihr … Aber spröde? — Weiß ich nicht.
Ich finde die Sprache so – anders, spröde, andersdeutsch. Vermutlich hast du recht; es gab zu manchen Zeiten in den verschiedenen Deutschland zwei unterschiedliche Sprachen. Die, der DDR ist mir fremd.
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Es ist auch immer die Sprache der Zeit …
Dann kannst du bestimmte Passagen schon auswendig, wenn du dieses Buch so oft liest.
Oh nein, auswendig kenn ich es nicht. Aber ich erkenne die Sätze wieder.
Ich bin noch nie auf die Idee gekommen ein Buch 2x zu lesen, in der Zeit könnte man schon ein neues gelesen haben.
Ich würde auch nie 2x in den gleichen Urlaubsort fahren/fliegen, in der Zeit könnte man schon einen anderen Ort kennenlernen.
Komisch, ist aber so.
Und Du hast noch nie ein Lied zweimal gehört, weil Du in der Zeit schon ein zweites … Nein, das ist nicht bös gemeint, wirklich nicht. Es … Du tickst da nur völlig anders als ich, und ich kann das nicht (mehr? Immerhin geh ich auf die 60 zu …) verstehen. Gutes gönne ich mir gerne mehrfach.
😁 Da hast du aber völlig recht, Emil.
Ich glaube es sind nur die 2 Dinge die ich nicht mehrfach genieße.
Hihi, das ist ja ein lustiges Avatar.
Den hat der Irgendlink für mich gekunstet (http://irgendlink.de — @irgendlink bei Twitter).
Cool. Werde mir den Namen aufschreiben.
Habe unter Service bei ihm gesehen wobei er alles helfen könnte. Danke dir.
Mein Favorit von ihr ist: Kassandra
Mein Favorit ist wohl Kein Ort. Nirgends.
Kassandra sollte ich auch wieder einmal lesen …
🙂
Mir fällt dazu ein, wieviele Menschen sich selbst ihr grösster Feind sind. Wahrscheinlich funktioniert das tatsächlich nur, solange ihnen Wesentliches verborgen bleibt.
Daran hab ich überhaupt nicht gedacht … Danke.
Immer noch warte ich auf einen Preisnachlass für das Buch, in dem ihre Briefe an alle möglichen Menschen von 1952 bis 2011 gesammelt sind. „Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten“. Irgendwann schnapp ich danach.
Wie kommt es denn, dass dir diese Autorin so viel sagt? Wann bist du auf sie getroffen?
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Zu meinem 17. Geburtstag. Dieses Buch.
Das wie weiß ich nicht.
(Schonmal bei zvab.com danach geschaut?)