Geh mir weg mit Halloween (2017: 304)

Und doch bin ich diesmal dabei.

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Als erklärter Gegner/Ignorant/Nichtversteher des Zirkus' zu “Halloween” (über die Gründe dafür äußerte ich mich bestimmt schon) bin ich heute trotzdem bei einer solchen Veranstaltung gewesen. Jaja, als Protestant, der heute wahrscheinlich pflichtgemäß eher der Reformation feiernd gedenken sollte, beteiligte ich mich sogar aktiv daran. In meiner Kutte. Was tut mensch nicht alles, um Freunden zu helfen …

 

Außerdem nahm ich mir heute die Zeit, mich einmal mit den 95 Thesen des Marin Luther zu beschäftigen. Ich denke, daß ich die schonmal gelesen hatte, aber … Sich damit zu beschäftigen ist dann doch etwas anderes. Und wenn ich in meinem Kopf den Ablaßhandel und den Papst und die Prediger durch funktionsähnliche “Phänomene” von heute ersetzte, dann sind sie durchaus noch immer aktuell! (Wer einmal alle lesen möchte, der kann sie zum Beispiel bei der EKD finden.)

Obwohl: Brauchen wir Kirche und Religion/Glauben tatsächlich noch? Wenigstens Glauben, wenn schon weder Kirche noch Religion?

 

Ich glaube, ohne Glauben geht es noch immer nicht, ein Leben menschlich zu leben … Und wenn es nur der Glaube an das Gute im Menschen ist.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 31.10.2017 waren die Beschäftigung mit den 95 Thesen, erledigte Hausarbeit, die Halloween-Veranstaltung.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Schwerter.

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Über Der Emil

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0 Antworten zu Geh mir weg mit Halloween (2017: 304)

  1. Mit Halloween kann ich auch nichts anfangen. Das wird hier so hoch gebauscht, einfach nur schrecklich.

  2. Myriade sagt:

    Ich finde, dass es nicht notwendig ist, an ein höheres Wesen zu glauben um moralische Werte zu haben und zu leben ….. Dazu gibt es natürlich viele Meinungen

  3. Myriade sagt:

    Hol mich bitte aus dem spam 🙂

  4. Pit sagt:

    Ich stimme Dir zu, in allen Punkten. Zu „Halloween Zirkus“ jedenfalls, soweit es Deutschland betrifft. Da brauchen wir es nicht. Lasst uns lieber St. Martin „retten“.
    Hierzulande ist es etwas Anderes, finde ich.


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  5. volkerwiesner sagt:

    Halloween braucht keiner außer die Kinder. Oder deren Eltern, dann haben die ne Vorlage, womit sie sich beschäftigen können. Kirche braucht auch keiner, zumindest in der staatlichen Form. Glaubensvereinigungen sind dagegen schon etwas „Natürliches“, das beweisen die ganzen Sekten. Und Glaube an sich ist im menschlichen Wesen zentral verankert und fängt in der Regel da an, wo Wissen aufhört. Und wir wissen so vieles nicht: kommt etwas nach dem Tod, warum gibt es uns und die Welt überhaupt, wieviel verdient mein Nachbar/mein Kollege, womit kann ich meiner Frau eine echte Freude machen… das fiese an jeder Religion ist doch immer noch, dass andere Antworten auf meine Fragen geben wollen und ich diese Geschichten und Antworten mangels eigener Erfahrung dann als gegeben und wahr akzeptieren soll. Das ist eben auch ein menschliches Problem: wir sind nicht ganz unglücklich über Normen, Regeln und Traditionen, aber auch nicht in jeder Situation damit zufrieden. Der Mensch ist eben keine Maschine.

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  6. Helmut sagt:

    Ein bisschen was Revolutionäres hat Samhain (das keltische Wort für Halloween – Vorabend von All Hallows [Allerheiligen], aber viel älter – ja schon. Wie soll man mit der dünnen Haut umgehen, die uns da nach keltischem Verständnis von der Anderswelt trennt? Ein bisschen solchen Mut müssen wir in diesen Zeiten schon aufbringen, wo starre Rechtslastigkeit auf dem Vormarsch scheint, wenn wir die Freiheit, die Luther gemäß seiner Zeit unvollkommen vorlebte, verteidigen wollen.

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