Der letzte Text (2017: 291)

Rückgängig gemachte paranoide Vorsorge

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Nein nein, nicht dieser hier. Nicht das hier ist der letzte hier veröffentlichte Text. Sondern ein anderer wird mein letzter Text, der letzte, den ich schreibe, der letzte, den ich freigebe. — Oh ja: Das sind auf alle Fälle zwei völlig verschiedene, stellte ich gerade fest.

Okay. Bestandsaufnahme. Und Geständnis:

Der letzte Text, der freigegeben, veröffentlicht wird, der ist schon fertig. Jaja, wirklich. Geplant für diesen einen Blog, siebzehn Tage im voraus eingestellt seit über eineinhalb Jahren. D. h. er würde automatisch veröffentlicht worden sein, wenn ich mehr als zwei Wochen lang vergesse, sein Plandatum zu korrigieren – oder wenn ich das aus anderen Gründen nicht ändern könnte. Das ist verrückt, oder?

 

Heute jedoch habe ich das Datum wieder korrigiert, um vier Tage. Und kurz danach habe ich aus dem geplanten Beitrag nun doch wieder einen Entwurf gemacht, der nicht mehr bei WP, sondern nur noch auf meiner Festplatte zu finden ist. Ja, das mag noch verrückter oder was auch immer scheinen. Aber vier Tage langes Vergessen hat mich heute etwas erschreckt. Nicht daß eines gar nicht fernen Tages mein normaler Text und dann dieser besondere kurz nacheinander erscheinen und euch verwirren.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 18.10.2017 waren Ausschlafen nach sehr unruhiger Nacht, eine getroffene Entscheidung, ein “Ja”.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Schwerter.

© 2017 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Der letzte Text (2017: 291)

  1. Sofasophia sagt:

    Verrückt? Unheimlich! Aber irgendwie auch wieder nicht.
    Halt menschlich.

  2. puzzleblume sagt:

    Was immer der Inhalt deines bevorrateten Textes ist – ihn zu vergessen, und sei es nur kurz, halte ich für einen bemerkenswert positiven Schritt.

  3. Wenn der Text nicht schlimm ist, warum wird die Veröffentlichung dann immer verschoben? Oder habe ich es falsch verstanden?


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  4. Gudrun sagt:

    MORS CERTA, HORA INCERTA. So. steht es auch an der Uhr am Leipziger Neuen Rathaus. Warum hattest du überhaupt ein Datum festgelegt?

    • Der Emil sagt:

      Nein, hatte ich ja nicht wirklich. Lange habe ich es geschafft, jeden Tag ein neues Datum hinzuschreiben: nach siebzehn Tagen Nichtänderung.

      Damals, als es mir mal richtig mies ging, hatte ich mir das ausgedacht …

  5. Sehr verwirrend, aber irgendwie typisch für dich! Möge es noch lange dauern, bis der letzte Text erscheint.

  6. Myriade sagt:

    Vielleicht möchtest du diesen TExt ja auch irgendwann wieder ändern …..


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  7. Follygirl sagt:

    Hey,, das ist eine echt gute Idee… ich hab ja leider niemanden der den Abgesang schreiben würde (der beste aller Ehemänner hat keine Ahnung wie man hloggt er bekommt son Ding nicht mal auf, geschweige denn Buchstaben da rein).
    Ich werd mir das mal überlegen.. auch das System mit dem Datum … klasse!
    LG, Petra

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