Die Qual der Wahl und die Lösung des Luxusproblemes.
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Gefühlte ypsunddrölfzig Stifte in drölfundibbzig Kladden habe ich – nein, nicht ausprobiert, aber mir vorgestellt. Grauenhaft. Wirklich grauenhaft. Kein Notizbuch, das mich “anspringt”; nicht eines, das meinen Händen “schmeichelt”, dessen Format und Papier ich unbedingt nutzen will. Da wäre ich früher sofort losgegangen und hätte mir ein neues gekauft. Aber aus der Menge der vorhandenen (um 30) pickte ich mir dann doch eines heraus und legte es sozusagen bereit. Und auch meinen Füllfederhalter dachte ich als Schreibwerkzeug zu behalten.
Heute ging ich später, aber trotzdem los und suchte in mehreren Läden nach dem Unfindbaren. Obwohl. Unfindbar war die neue Kladde nicht. Eine hatte ich ja trotz aller Bedenken und Zweifel schon ins Auge gefaßt. Zuhause lagen zwei “flex ruled notebook by f*lofax”. Die waren im vorigen Jahr nur halb so teuer wie die aus dem Leim gehende Kladde mit der als besonders biegsam und besonders zerfallfest angepriesenen (Leim-) Bindung. Ich kaufte heute allerdings noch drei davon, weil sie nun nochmal im Preis gesenkt waren; Kladden kann ich nämlich nie genug haben. Das Papier ist eher papyrusweiß und hat eine mir entgegenkommende schmale Linierung. Noch weiß ich nicht, wie tintendurchschlagfest die Seiten sind, doch spätestens morgen muß ich mich mit dem Ergebnis abfinden. Zur Not kann ich ja von Füllfederhalter auf Gel- oder Kugelschreiber umsteigen.

Vorsatz der Kladde. Enthaltener Text:
Flex
by fILOFAX
ruled notebook
a5 size 148×210 mm
256 pages
code: 875002
Mittlerweile sollte ich das Kladdenkaufen aber wirklich unterlassen. Ich überschritt heute nämlich die Anzahl von drei Dutzend bisher unbeschriebener Notizbücher. Nebenbei liegen da nämlich auch noch zehn oder zwölf Angefangene, von ein oder zwei beschriebenen Seiten Befreite … Um das źerfallende Teil tut es mir aber wirklich leid. Vom Papier her und von der gesamten Haptik war, ist es wirklich gut. Knapp über die Hälfte der Seiten bescharieb ich unterwegs; nun bleibt ihm die Weiterexistenz als Traum- und Nachttextkladde. (Und ich muß mir etwas zu ihrer Archivierung einfallen lassen, später, wenn sie dann voll ist.)
Unbedeutende Sorgen und ein Problem, das wirklich keines ist. Allerdings gibt es wirklich ein Problem: Vodafone funktioniert nicht, ich habe weder Telefon noch Internetzugang im Moment. Hoffentlich ist das bis morgen wieder halbwegs in Ordnung.
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Das Gute am 19.06.2017 waren die getroffene Auswahl, das Schnäppchen, das Internet im Radio.
Die Tageskarte für morgen ist XXI – Die Welt.
© 2017 – Der Emil. Nur der Text (nicht das Bild) unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Es lebe die Leere!
(Was bin ich doch kladdentechnisch unbedarft und anspruchslos. Dennoch verstehe ich dich total gut.)
Hm. Ich hab da wohl einen signifikanten horror vacui …
Einen herzlichen Gruß von einer ebenfalls Papier- und Kladdenbegeisterten 🙂
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