Gehört oder gelesen
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» La maladie d’espoir « – die Krankheit der Hoffnung.
Irgendwo habe ich es gelesen oder gehört; gestern an dem Tag, der für mich schauderlichst begann: mit der Vorahnung, dem Vorgefühl der Depression. Der wirklichen Depression. Die Krankheit der Hoffnung …
Meine Hoffnung ist krank. Ehrlich. Sie leidet. Wie ich: an mangelndem Selbstbewußtsein und mangelndem Selbstvertrauen. Sie ist so oft enttäuscht worden, daß sie sich nicht mehr zu wachsen traut. Und ich bekomme sie nicht zu fassen, sie entgleitet mir immer wieder.
Wahrscheinlich ist sowieso etwas ganz anderes gemeint …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 2. Mai 2016 war die nicht zur Entfaltung gekommene Depression.
Tageskarte 2016-05-03: Der Ritter der Stäbe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ja. Auch ich müsste froh sein. Froh, dass ich langen Urlaub habe. Zeit habe Vieles zu tun. Aber ich bin nicht aktiv. Kann mich nicht zum Laufen aufraffen usw. usf. Ich weiß nicht woran es liegt. Die Nachrichten? Was in der Welt geshieht? Ich kann es nicht bewußt definieren. Ich versuche mir zu sagen, dass jeder Tag ein neuer Tag mit neuen Chancen ist. Und versuche die Gleichförmigkeit und Gleichgültigkeit zu überwinden. Gut dies bei Dir unter „Positives“ zu lesen.
Wenn eine ganz bestimmte Hoffnung als Sucht das Leben um einen bestimmten Fokus kreisen lässt – so wurde ich den Ausdruck interpretieren.
„Ihr, die ihr eintretet, laßt alle Hoffnung fahren.“ (Dantes „Göttliche Komödie“, Inferno III, 9)
Es ist nich eine einzelne Hoffnung. Alle Hoffnungen waren betroffen, jahrelang.
Mit der Hoffnung ist es wie mit Rauschmitteln jeder anderen Art: wenn sie einen aus der Realität herausheben sollen, helfen sie einem nicht, sondern verschlimmern. Dantes Inferno empfinde ich aber auch nicht realistischer als die Bilder von Hieronymus Bosch – beide rauschhaft und ihrerseits von einer schillernden, emotional steigernden Faszination, satirisch auch, aber keine guten Lehrmeister für das Führen eines Lebens, finde ich.
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Und wie hast du sie an ihrer Entfaltung gehindert?
Ganz einfach:
„Das ändert ja sowieso nichts.“
„Das schaffe ich nicht.“
„Selbst wenn ich das mache: Es bringt nichts.“
„Ich will meine Ruhe.“
„Ich glaube, das wollen die doch auch nicht.“
„Nein, auf Mitleid kann ich verzichten.“
usw. usf.
Ah. Du fragtest nicht zur Hoffnung, sondern zu Depression?
Da hab ich funktioniert. Getan, was geplant war und mich nicht daran hindern lassen. Dabei noch einen echten Geschwindigkeitsrekord aufgestellt, also einen zusätzlichen Erfolg gehabt.
Und Schokolade.
Vielleicht meinte Frau wildgans ja die an der Entfaltung gehinderte Depression?
Oh danke. Hab es gerade ergänzt.
Tja, typischer Fall von Fokus.
Lieber Emil,
das liest sich nicht gut.
Doch doch. Ich hab ja alles geschafft. Klar, manchmal verschwindet die Hoffnung hinter etwas, das ich aus Unkenntnis katastrophisiere. Nun ja, sie ist krank, aber auf dem Weg der Besserung. Und vielleicht meint die französische Bezeichnung ja auch ganz etwas anderes.
Kann gut sein