Mitten im Schaum.
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Ungeschriebene Geschichte II
Puh. Pause. Feierabend. Endlich. Ich lehne mich entspannt zurück, so schlaff und rechtschaffen müde. Innerhalb weniger Augenblicke fällt alle körperliche Anspannung von mir ab, ich kann wirklich keinen einzigen Muskel mehr anspannen. So rutsche ich noch ein wenig hinab in eine noch bequemere Lage. Die Geräusche werden leiser, ob nun tatsächlich oder nur, weil meine überreizten Ohren die Welt auszublenden beginnen, das ist mir gerade egal. Augen zu, wenige Minuten nur. Hach. Aaaaah. Wie gut diese Bewegungslosigkeit tut, wie leicht mir jetzt Arme und Beine erscheinen. Nur einschlafen darf ich nicht. In der Wanne liegen, mit viel Schaum …
Moment. Da war irgendetwas … — Ach ja, der Schaum …
Ja, genau, im Schaum. Da, da schaut ein Fuß mit lackierten Zehennägeln aus dem Schaum. Das ist meine Farbe, denke ich, das ist “p2 343” aus dem Drogeriemarkt … Das ist … Aber …
Ich stemme mich hoch, rücke die Uniform etwas gerade und gehe hinüber zum ELW, zum Hauptbrandmeister, der gerade mit den Polizisten spricht. “Da hinten an den Mülltonnen, das ist mein Nagellack.” Verständnislose Blicke. “Da schaut ein Fuß aus dem Löschschaum, mit lackierten Zehen.” Erst jetzt begreife auch ich, was ich da sah beim Hinsetzen, als das Feuer endlich unter Kontrolle, sogar schon gelöscht war. Die Polizisten laufen in die Richtung, in die ich noch immer mit der rechten Hand zeige, während mein Einsatzleiter einfach so auf mich zu…
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 19. April 2016 waren der gute Blutfluß beim Hausarzt (fürs Labor), leckeres Frühstück fünf Stunden nach dem Aufstehen, eine Idee.
Tageskarte 2016-04-20: Die Königin der Münzen.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ach eine Geschichte. Dachte Du lackierst Dir die Füße 🙂 In der Handy Ansicht sahs so aus wie ein Tagebucheintrag 🙂
Eine Story, die zum Ende spannend wird.
LG Bärbel
Dum nur, daß auch ich das Ende nicht kenne — von der gesamten Story –, doch der Anfang, ja, der ist spannend 🙂
Vielen Dank, Bärbel.
Toll erzählt, dieses Beispiel für das Fixiertsein auf persönliche Muster, so dass die besonderen Umstände erst später ins Bewusstsein treten.
Danke. 😊