Das Abhandengekommene (18/347)

Wesentlich vorgestern, gestern und heute.

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Spiel beiseite, Trübsal erstmal weg, Konzentration bitte auf das Wesentliche.

Aber: Was ist das? Was ist das Wesentliche? Eine ältere Dame mit Brille sagte zur Demo am vierten November (ich zitiere aus dem Gedächtnis): “Wer nichts Wesenhaftes zu verbergen hat, hat nichts Wesentliches zu verschweigen.” Tja, aber was ist das: das Wesentliche. Etwas mit dem Wesenhaften verbundenes, glaube ich.

Vielleicht hätte ich es vor 28 Jahren sofort sagen können, was das Wesentliche sein sollte; schließlich hatte ich damals 24 Jahre lang gehört und gelernt und geübt, was das Wesentliche “ist”: Frieden. Sozialismus. Arbeitsproduktivität. Freunde. Gesundheit. Sicherheit. Ein Klassenstandpunkt. Solidarität.

Vor 26 und 25 Jahren wären es Freiheit zu Denken und zu Handeln, gleiche Ziele, eine echte Volksherrschaft gewesen. Und dann kamen die D-Mark, der Anschluß, der Ausverkauf. Wesentlich schien nur noch Schein zu sein. Und natürlich überall Geld – obwohl ich mich dem immer auf irgendeine Art verweiger(t)e, denn ich verschenk(t)e lieber als daß ich anhäuf(t)e.

Damals, und schon damals hatte es sich radikal verändert … Und heute ist das Wesentliche: Schreiben, um meine Rechte streiten, Freunde, Solidarität, sinnvolle Tätigkeit (weswegen mich diese plötzliche Spiellust so verwirrte). Geld ist es noch immer oder wieder nicht, denn ich weiß, daß es auch ohne geht. Und doch fehlt mir dabei irgendetwas, irgendetwas Wichtiges. Vielleicht … Vielleicht wäre das Bedingungslose Grundeinkommen etwas Wesentliches, das mir mein Leben und all das andere Wesentliche erleichtern bzw. gar erst ermöglichen könnte?

 

Das Wesentliche. Nein, das ist mir nicht abhandengekommen, nur mein Wissen, meine Gewißheit darum. Das aber kommt beides ganz bestimmt zurück.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 17. Januar 2015 waren das Funktionieren des neuen Schemas, gefundene Spiele, das fertige Nilpferd.
 
Tageskarte 2015-01-18: Die Fünf der Münzen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Das Abhandengekommene (18/347)

  1. alltagsfreak sagt:

    Ja. Das Wesentliche sollte man nicht aus den Augen verlieren. So wie damals der Sozialismus „gelehrt“ wurde, hatte man (ich) wenig Lust für ihn einzutreten. Heute sehe ich ihn (in abgewandelter Form) als gesellschaftliche politische Alternative! Recht auf Arbeit, Teilnahme am gesellschaftlichen Leben für Alle, keine „bedauernswerte Verlierer“ des Systems… Vielleicht ist das heute nicht gerne gesehen. Eine Frage… Warum die Nummerierung x/347? Was ist mit den restlichen 8 Tagen? Eine Blogfreie Auszeit?

    • Der Emil sagt:

      Ich fand ihn gut, den Sozialismus, besser jedenfalls als das, was jetzt ist.#

      Die Zählung: Geschriebene / noch zu schreibende Artikel für das Jahr mit täglichem Beitrag.

  2. Sofasophia sagt:

    Ja, ganz bestimmt. Es ist sogar da, immer, in dir. Nur manchmal vergessen und/oder versteckt.

  3. Bruder Indiana sagt:

    Das Wesentliche, das was wir alle suchen, hmmm… Wer es findet hat den Stein des Weisen gefunden.

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