Motivationen, verschiedene

Irgendwann irgendwo gelesen und hängengeblieben

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Heute wüßte ich schon gern, woher gestern die Gedanken kamen, die mich zu diesem Text anregten und als genau dieser Text jetzt hier veröffentlicht werden. Eigentlich nämlich war ich viel zu müde, um irgendetwas anderes zu tun als das, was ich mir gerade vorgenommen hatte. Ich wollte ein Nickerchen machen, hatte einen Wecker gestellt und mich sogar schon auf die Couch gebettet, als sie mir ins Hirn, ins Bewußtsein schossen. Ab dem Zeitpunkt war es mit der Ruhe vorbei. Nein, zuerst mußte herausgeschrieben werden, was mich beschäftigte, danach könnte ich vielleicht …

Auf einem Blatt Papier schmierte ich hin, was mir einfiel. Die als Überschriften verwendeten Bezeichnungen habe ich irgendwann einmal irgendwo gelesen, das weiß ich, aber wo?

Extrinsische Motivation

  • Motivation “von außen”
  • “Mittel-zum-Zweck”-Motivation, d.h. ich tu etwas, um Geld zu verdienen oder Anerkennung zu bekommen
  • es wird getan, worum man gebeten, wozu man aufgefordert wird
  • hauptsächlich Erwartungen Anderer werden erfüllt
  • Gefahr: von Forderungen von außen aufgefressen
  • über dem Tun wird das eigene Ziel vergessen

Intrinsische Motivation

  • innere Motivation aus eigenem Antrieb
  • “Wunsch-und-Bedürfnis”-Motivation, d.h. ich tu etwas aus persönlichem Interesse und mit Spaß
  • was Andere fordern, ist nicht wichtig
  • Vorsicht: auch erhaltene Aufgabenmüssen erledigt werden
  • über den eigenen Interessen wird der Rest vergessen

Ja, ich habe etwas zusammengefaßt, all zu Abwegiges und Unsinniges weggelassen. Sonst hätte hier – nein, diesen Schmierzettel habe ich zwar fotografiert, aber ich kann und darf ihn hier nicht zeigen. Irgendwie schwiffen meine Gedanken dann nämlich irgendwann ab, was mir deutlich zeigte, daß ich wohl ein Mensch bin, der intrinsisch motiviert ist. Arbeiten nach dem Lustprinzip – ist es das, was mich ausmacht? Hm, sicher, schon; aber wie ist das zum Beispiel mit meinem Blog, den ich jeden Tag, auch wenn ich wirklich keine Idee, keinen Bock und keine Zeit dazu hätte, frisch befülle?

Es gibt wahrscheinlich niemanden, der nur extrinsisch, und ebenso wahrscheinlich niemanden, der nur intrinsisch motiviert ist. Auf die Mischung kommt es an! Und bei mir entwickelte sich aus der rein intrinsisch motivierten Bloggerei etwas, das mittlerweile auch extrinsisch motiviert ist: Die Leser warten doch auf meinen täglichen Text, ich muß doch die Erwartungen meiner Leser erfüllen!? Hey, ist das auch umgedreht schon geschehen, daß aus rein extrinsisch Motiviertem etwas wurde, daß zu einem inneren Bedürfnis wurde? Ich habe dazu viele Notizen auf meinem Zettel gemacht, die aber alle nicht so recht paßten.

Haaaaaach. Pflichten von außen, die mittlerweile Spaß machen. Öhm, ja, sicher; ganz bestimmt … Aber was? Das kann doch nicht so schwer zu finden sein in meinem Leben? Grrrhhmmmmpffff! Stundenlang habe ich nebenbei darüber nachgedacht, bin zu keinem vernünftigen Ergebnis gekommen. Es ist und bleibt so, daß Aufgaben, die ich gestellt bekomme, daß Anordnungen, aüßerer Zwang bei mir nur zu einem führen: zur Aversion gegen all das führen. Nur wenn ich selbst zu tun wünsche, was mir aufgetragen wird, nur dann tu ich es gut und gern und ohne Widerstreben. Es muß tatsächlich immer eine innere Motivation sein, sonst bleibt nur lästige Pflicht …

Aber vielleicht weiß jemand von meinen Lesern etwas, das als lästige Pflicht begann und nun ureigenster Wunsch und Bedürfnis ist?

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 19. August 2014 waren das Ausschlafen und der leckere Salat zu Mittag.
 
Tageskarte 2014-08-20: Die Sieben der Münzen.

© 2014 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Motivationen, verschiedene

  1. Amelie sagt:

    Was ist denn heute los?
    Zwei Stunden zu früh kommt Dein Blog bei mir an. Ist es denn schon Mitternacht durch? Müsste ich dann nicht längst die Äuglein geschlossen haben, denn ich brauche meinen Schlaf?
    Stattdessen werde ich extrinsisch motiviert :o)

    • Der Emil sagt:

      Durch eigene Dummheit (falschen Schlüssel mitgenommen vor die Tür) war ich um die Zeit geraden in einem Ort, in den ich schon immer mal, aber nicht gestern Abend sein wollte: Nebra. Und vom Handy aus ging irgendwas mit dem Zeitplan schief … Jetzt ist alles wieder in Ordnung.

  2. arabella50 sagt:

    Wenn’s nicht zu profan ist: Bügeln.
    War mir früher eine lästige, zeitraubende Pflicht.
    Heute nutze ich die Zeit dabei zum Träumen, Singen, Musik hören.
    Das sich dabei die Wäsche glättet, ist ein hervorragendes Alibi für meine Traumstunde, die ich nicht mehr hergeben möchte.Hast du noch ein ungebügeltes Hemd?
    Gute Nacht.

  3. Ulli sagt:

    meine Körperübungen am frühen Morgen, zunächst war es nur etwas, was ich wusste, dass es mir gut tut, ohne es wirklich zu spüren oder zu wissen, mittlerweile freue ich mich schon am Abend auf den frühen Morgen …
    liebe Grüsse
    Ulli

  4. Sofasophia sagt:

    hey, du sprichst mir mal wieder so richtig toll aus der seele. ich muss mir auch aufgaben „einverleiben“ um sie leidenschaflich und überzeugt vor allem auch tun zu können.
    macht das die künstlerInnenseele wohl aus?
    fragen über fragen!
    danke!!!

    • Der Emil sagt:

      Pflicht und Zwang … ein Graus. Klar, manchmal muß das schon sein, aber ich will für mein Leben so wenig Fremdbestimmung als möglich.

      Ob das charakteristisch für Künstler und Künstlerinnen ist? Ich weiß es nicht …

  5. wildgans sagt:

    Motivationsvervollkommnungen…
    Schon alleine diese Gedanken zählen.

  6. Gabi sagt:

    Mir fällt da bei mir persönlich ehrlich gesagt nichts ein.

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