Ein Nachmittagstraum
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Das nur einen Meter große Pferd galoppiert knapp an mir vorbei und hinterläßt eine wahnsinnige Staubwolke. Vor dem Baum steigt es hoch, wendet auf der Hinterhand und rast wieder auf mich zu. Ein Pferd und ein Baum sind alles, was ich sehen kann. Kein Himmel. Keine Erde (trotz Staubwolke). Es ist hell, aber grauhell. Alles wie in einem Stummfilm – nur das Klimpern des Klaviers fehlt. Wieder sehe ich das Pferd wie einen Schemen an mir vorbeihuschen. Immer wieder. An mir vorbei, ohne daß ich einen Hauch davon spüre. So nah, daß ich das Tier mit ausgestrecktem Arm berühren könnte. Vorm Baum sehe ich es wenden; die andere Wende sehe ich nicht. Es ist wie eine Videosequenz, die wieder und wieder abgespielt wird. Fünf-, zehn- oder hundertmal – ich weiß es nicht. Rasendes, wendendes Pferd in Dauerschleife.
War es ein dreckiger Schimmel? Ich habe keine Ahnung. Und der Baum? Weiß ich auch nicht. Ein Baum eben. Vielleicht in Form einer Zeder, mit Lindenblättern dran. Oder ein Apfelbaum mit Nadeln.
Angst? Nein. Ein Gefühl von “Zwischen den Welten” wegen des grauen Lichtes und der Stille; ein Gefühl von Unwirklichkeit, weil nur Sehen, aber kein anderer Sinn funktionierte
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 23. März 2014 waren der Morgen, der Mittagsschlaf, die Nähe.
Tageskarte 2014-03-24: Sechs der Säbe.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ja es gibt solche Träume …
Bin ich froh dass ich mich an meine träume nicht erinnere