12. Türchen: Schneeflockenlied (Nº 346)

Ein Liebeslied, das zur Winter- und Weihnachtszeit paßt

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind. Und ganz besonders schreibe ich meinen Adventskalender in diesem Jahr für eine Bloggerin.
 
Ich wünsche mir und Dir, Chaoskatze, eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für Dich und für alle Menschen, die Hoffnung brauchen.

 

Wenn andere ein Liebeslied zum meistgespielten Weihnachtslied im Dudelfunk machen, so darf ich heute doch dagegenhalten? Im Radio lief mir nämlich ein Lied vor die Füße, das ich seit Kindertagen (naja, ich war eher jugendlich und begann erste Klammerbluesversuche) kenne. Veronika Fischer hat es 1976 auf ihrer zweiten Langspielplatte “Sommernachtstraum” veröffentlicht Ein Winterlied mitten im Sommer, mit einem solchen Text: das war schon etwas ungewöhnlich. Ich glaube, ich habe 1981 im Winter auf unserer Dorfdisko im “Volkshaus” zum ersten Mal danach herumgestanden. Und ich finde das Lied noch heute schön.

Hier ist eine Version, wie das Lied früher klang.

 

daß ich eine schneeflocke wär
irgendwo da rings um dich her
tanzte ich so wunderschön
bis du bliebst stehn
und dein weib will dich weiterziehn
laß sie tanzen, laß sie ver´glühn”
aber dir fällt etwas ein:
geh weib, laß sein

will sie fangen mit der stirn
sie erinnert mich an irgendwas
will nicht mehr aus herz und hirn
soll mir sagen: wie wann wo war das

aber er erinnert sich nicht mehr
kinderzeit ist lange her
und das schneehaus das wir uns gebaut
seit zehn jahren fortgetaut

daß ich eine schneeflocke wär
käm ich auf die stirn dir so schwer
daß die wärme deiner haut
mich gleich auftaut.

und dir fließt durch dein Gesicht
tränengleich und wie ein spiegel klar
weißt du denn noch immer nicht
immer noch nicht was ich dir mal war

aber er erinnert sich nicht mehr
kinderzeit ist lange her
und das schneehaus das wir uns gebaut
seit zehn jahren fortgetaut

aber er erinnert sich nicht mehr
kinderzeit ist lange her
und das schneehaus das wir uns gebaut
seit zehn jahren fortgetaut

Liedtext von Kurt Demmler. Veröffentlicht von Kurt Demmler selbst vor langer Zeit auf Demmlersong.de – die Domain wurde nach seinem Tod Opfer eines Rechtsstreits.
Findbar im Web-Archive.org

 

 

In der Tube gibt es dann noch die Version mit dem Filmorchester Babelsberg

 
21 Alben. 38 Jahre. Eine “Flucht” und ziemlich erfolglose sieben oder acht Jahre im Westen. Hier im Osten war sie zwar nicht unbedingt der Superstar, der heftig vermißt wurde – aber die Leute sangen ihre Lieder (“Daß ich eine Schneeflocke wär” und vor allem “Auf der Wiese haben wir gelegen”).

Heute suche ich in der örtlichen Bibliothek nach ihrem Buch (“Das Lügenlied vom Glück”) und in der CD-Lagerhalle von Radio Corax mal nach ihrem Weihnachtsalbum “Weihnachten wieder daheim”. Das hab‘ ich in Teilen zwar schonmal gehört, aber noch nie ganz … Und darauf befinden sich die echten Weihnachtslieder. Es bleibt nämlich dabei: “Daß ich eine Schneeflocke wär” ist für mich ein Liebeslied (wie der Titel von Wham), ein durchaus trauriges Liebeslied. (Und totzdem paßt die Schneeflocke zum Winter und zur Weihnacht.)

 

Eine friedvolle, besinnliche Zeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 11. Dezember 2013 war, daß die Ursache für ein technisches Problem außerhalb meiner Verantwortung lag („Ich war nicht Schuld! Ich nicht!“).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu 12. Türchen: Schneeflockenlied (Nº 346)

  1. Xeniana sagt:

    Das ist soooooo schön…..

  2. Du bist auch mit Weihnachtmannbart zu erkennen, Emil. 🙂

  3. Gabi sagt:

    Wirklich schön. Kannte jedoch das Lied und die Sängerin nicht. Danke dafür.
    LG Gabi

  4. Gudrun sagt:

    “Weihnachten wieder daheim” – das ist bei mir jetzt so. Alle drei Kinder hat es ganz weit weg geführt, und alle sind mächtig beschäftigt. Nur Weihnachten, da kommen sie. Und ich freu mich sehr darauf.
    (Ich finde Schneeflocken schön, vom 24. bis zum 26. Dezember. :D)
    Gruß von Nebenan

  5. Brigitte sagt:

    Das Buch habe, hatte ich, sogar mit Autogramm. Sie war vor etlichen Jahren zusammen mit Gisela Steineckert zu einer Buchlesung in Aue im Kulturhaus. War gut gemacht, immer mal ein Lied zwischendrinnen, das „Klavier im Fluss“ … Dann hatte ich es einmal verborgt und noch nicht wieder bekommen. Schade, aber vielleicht kann ichs ja wieder eintreiben.
    Tschüssi Brigitte

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