Ein Schriftsteller, 25 Bücher und mehr
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Am Montag war ich nachmittags auf dem Heimweg und lief durch die schon lange gesperrte, aufgerissene Große Ulrichstraße vom Uniring bis zum Markt. Was die Händler in dieser Straße durchmachen, ist unbeschreiblich. Mindestens vier Geschäfte sind während dieser Baumaßnahme bereits verschwunden. Nicht die Telefon- und sonstigen Schrabbel-Läden der ∗hüstel∗, die gibt es noch. Nein, es verschwinden die guten Geschäfte, in denen Qualität zu erhalten war.
Vorm Antiquariat blieb ich stehen. Bücher, alte Bücher. Ein blaues lachte mich an und wollte unbedingt mitgenommen werden. Und beim Gang in Richtung Kasse im Laden stand ich wieder staunend, sehnsüchtig, traurig vor den raumhohen Regalen. Einige Bücher erkenne ich wieder, weil ich sie auch einmal besaß und sie irgendwann bei einer meiner Exfrauen zurücklassen mußte oder zurückließ. Von anderen Titeln hatte ich gehört oder gelesen.
Und als ich dann direkt an der Kasse vor dieser jungen Frau stand, die mir merkwürdig bekannt vorkam, schmachtete ich den Bücherhaufen hinter der Kasse an. Wie gern ich darin einmal stöbern würde, sagte ich. Und wie gern ich dort arbeiten möchte um zu lesen, was ich finde. All das sei kein Problem, sprach die Frau. Und so durfte ich zunächst an den Haufen, aber ich traute mich nur ein paar Blicke zu werfen auf die Schätze.
Das von mir gekaufte Buch interessierte die Frau von der Kasse allerdings auch. Ja, alles sehr kurze Texte; solche, die ich freitags für meine Radiosendung brauche. Ach, jetzt wüßte sie, woher sie mich kennte, vom Radio nämlich, in dem sie auch ehrenamtlich mitarbeitet. Und in dem sie schon immer einmal etwas vorlesen, ein Buch vorstellen wollte.
Hm. Zufall? Schicksal? Vorsehung? Jedenfalls schön. Ein einziges Buch zu kaufen hat bei mir schon lange nicht mehr so lang gedauert. Doch es waren wirklich zwei tolle Funde: Eine Mitvorleserin vielleicht – und ein Autor von 25 Büchern und vielen anderen Texten. Die Zukunft wird zeigen, was mir der Preisstifter (der auch Journalist bei der Zeit war) mit seiner hochgerühmten Erzählkunst (Kurzgeschichtenpreis der New York Herald Tribune z. B.) geben kann.
Oh, wer der Mann war, von dem ich hier schreibe? Nein, das verrate ich erst am 4. Oktober 2013, in der Stunde zwischen 20 Uhr und 21 Uhr live im Radio Corax und in der Nacht danach dann hier.
» Nebbich « sollen alle neugierig bleiben auf das und den, was und wer des Rätsels Lösung ist. Das wäre auch in seinem Sinne gewesen.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 24. September 2013 war es, eine unsinnige Hoffnung loszulassen.
© 2013 – Der Emil. Der Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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und ein Wunder ist, dass es solcherart Antiquariate überhaupt noch gibt…
Vielleicht liegts am Namen: Rotschildt 😉
So sieht es dort aus..
So ein Zufall, ich wollte mich ohnehin neulich mal bei Dir erkundigen, wie das mit dem Anrufen und Vorlesen in Deiner Sendung funktioniert, weil ich daran auch Interesse habe. So nutze ich jetzt die Gelegenheit…
Ganz einfach. Z. B. am 4. Oktober 2013 ab 20 Uhr bei Radio Corax anrufen (0345/4700744), dem Menschen an der Sendetechnik sagen, daß Du eim Buchfink vorlesen willst – und dann wirst Du ins Studio druchgestellt (so die Telefonanlage es zuläßt, manchmal will das Ding einfach nicht). Ja, und dann hab ich Dich am Telefon und muß Dich nur noch auf den Sendeausgang ziehen 😉 und dann geht das. Allerdings sollte der Text nicht länger als 5 – 8 Minuten werden …
Und das geht im Moment alle zwei Wochen: 04.10. – 18.10. – 01. 11. – 15.11. – 29.11. – 13.12. – 27.12. sollten das in siesem Jahr sein.
Danke! Mal sehen, ob ich den Mut aufbringe bzw. mich für einen Text entscheiden kann…
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