Überflüssige Mühe wegen Vergeßlichkeit?
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Erstaunlich, wie ich plötzlich mein eigenes Ordnungssystem nicht mehr erkenne.
Beim Bearbeiten von Bildern stolperte ich nämlich über Verzeichnisse, an die ich mich nicht erinnern konnte. Neben denen, die wie meine Kameras heißen und in denen die Bilder nach Jahren und Datümsen geordnet sind, fallen mir zufällig nur jahreszahlbenannte Verzeichnisse auf. Und was finde ich in denen? Bereits gewandelte und bearbeitete Bilder …
In denen sind auch nicht mehr alle Fotos zu sehen, sondern nur noch die, die ich für grundsätzlich aufhebenswert hielt. Im Kameraverzeichnis standen allerdings noch alle Rohdaten (X3F ist ein RAW-Format, d.h. dort sind die Bildinformationen so vorhanden, wie sie bei der Aufnahme auf den Sensor trafen – ohne die bei anderen Bildformaten breits eingerechneten “Optimierungen”).
In den letzten Tagen habe ich also Arbeiten wiederholt, die ich schon kurz nach dem Aufnehmen der Bilder erledigt hatte. (Ich Dussel!)
Aber so ganz unglücklich bin ich damit auch wieder nicht. Der zeitliche Abstand brachte es nämlich mit sich, daß ich jetzt viel mehr Bilder als “nicht gelungen” bzw. unwichtig einstufte. Huch! War ich damals, im Jahr 2009 wirklich so unkritisch mit meiner eigenen Leistung? Hat sich mein ästhetisches Empfinden so sehr geändert? Warum zum Beispiel habe ich dieses Bild – und gleich drei Aufnahmen des Motivs! – behalten?

Keine Ahnung
Motiv in drei Varianten – ach, weg damit.
Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung von dem, was ich mit diesen Bildern vorhatte. Wo ich sie hätte verwenden können / wollen. Diesmal habe ich die Aufnahmen nicht bearbeitet, sondern in die Kategorie “nicht aufhebenswert / nicht verwendbar” eingeordnet.
(Und doch: die Rohdaten habe ich behalten mit auf CDs gebrannt … vielleicht fällt mir ja irgendwann eine Möglichkeit zu Benutzung ein.)
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 23. Juli 2013 war eine riesige Schüssel gemischter Salat, die es vom Mittag bis zum Abend gab.
© 2013 – Der Emil. Text & Bild stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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manche bilder haben bei mir einfach den status „erinnerung“ und müssen dazu nicht „gut“ sein. 🙂
aber ich verstehe gut, was du meinst. kenn ich von bilder- und textordnern gleichermaßen!
(ich habe da so einen ordner mit texten (ideen, plots), den ich immer wieder „vergesse“ und dessen inhalt mich beim sporadischen wiederentdecken „überrascht“.)
Ich sortiere meine Fotos in Alben nach Datümern =)
Ich sortiere meine Fotos (und auch Texte) nach Themen. – Kein Sorge, Emil, Du bist nicht der einzige, dem es so geht. Bin davon überzeugt, dass es beinahe allen so geht. – Überraschungen sind doch gut, oder?
Aber die hätte vor der Arbeit passieren sollen, die Überraschung 😉
Thematisch sortieren kann ich nicht, es muß bei mir chronologisch sein – wird aber immer mit entsprechenden „tags“ (Stichworten) versehen.
Ich hab meine nach Örtlichkeiten und da dann nach Datum sortiert. Mir gehts zeitweise genauso, wenn ich alte Bilder durchsehe. Oft denk ich mir, wieso hast denn das aufgehoben? ABER! Es ist auch schon vorgekommen, dass mir Blder, die ich damals nicht so gut fand, plötzlich gefallen. Das gibts auch. 🙂
LG Gabi
Solche Bilder hab ich auch (meist mit Menschen drauf) …
Ich mache es monatlich, was hier vor Ort geschieht. Was andernorts passiert, bekommt einen eigenen Ordner mit Datum und Name des Ortes. Den Rest muß ich mir dann auch später zusammenreimen.