Portables (Nº 059)

Software »to go«

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(Heute mal Weiterempfehlung, Mund-zu-Mund-Propaganda oder auch Werbung – aber nicht für etwas, das gekauft werden kann oder gar muß.)

 

Als bekennender LINUX-User habe ich oft ein Software-Problem. Zumindest immer dann, wenn ich an einem Windows-PC arbeiten muß. Zum einen, weil ich dieses Winzigweich-Zeug aus Prinzip nicht mag, zum anderen, weil ich mit den dort vorhandenen Programmen nicht wirklich arbeiten kann. Viele davon können nämlich nicht das, was ich von Software erwarte.

Als ich meinen ersten USB-Stick kaufte auf der Cebit in Hannover im Jahre 2003 (oder 2004?), am letzten Messetag kurz vor Feierabend, kostete der mit seinen riesigen 128 MB wirklich preiswerte 50 €. Es dauerte nicht lang, dann nutzte ich das Teil von Yakumo nicht nur als Speicher für Daten, sondern auch als Speicher für Programme. Ich kannte nämlich aus der Windows-Welt noch ein Dateiverwaltungsprogramm, das an den guten, alten N∗∗∗∗∗-Commander erinnert: Turbo-Navigator.

Dieses kleine Programm läuft bei mir seit Jahren stabil direkt vom USB-Stick, es braucht nur die »tn.exe«. Sogar unter Win7 funktioniert es weitgehend , soweit ich es brauche (alle Funktionen habe ich nämlich nicht getestet).

Wenn es aber ein Programm gibt, das vom Stick läft, sollte es noch mehr geben. Oder?

Eine kurze Recherche führte mich auf die Seite der Portablen Anwendungen. Deren Angebot ist seit 2004 kontinuierlich größer geworden. Aber mich interessieren doch sowieso keine Spiele und nur wenige Anwendungen. Ich betreibe nun seit Jahren von meinem Stick ein Officepaket (erst OpenOffice.org, jetzt LibreOffice), einen Editor (NotePad++), mein Grafikbearbeitungsprogramm (GIMP), mein Programm für den Audioschnitt (Audacity) und eines zur Medienkonvertierung (fre:ac), einen Browser (erst den Firefox, jetzt Chrome), ein Packprogramm (7Zip) und mittlerweile sogar Skype und eine portable -IDE.

Die von mir ausgesuchten Programme lassen sich unter einem anderen System bedienen wie ihre Pendants unter LINUX: LibreOffice, GIMP, Audacity, Chrome und Firefox, Notepad++ (ist zwar nicht ganz so komfortabel wie z.B. Quanta+, aber macht genau das) und USBTex (für LaTeX, echt brauchbar). Ich habe überall, wo ich Programme vom Stick starten darf, exakt die gleiche Arbeitsumgebung und immer meine eigenen Einstellungen dabei. In der von mir so wenig geliebten Maßnahme hat mir das so manches Mal den Tag gerettet.

Die Installation der Programme ist – ohne den PortableApps-Starter – nur ein Entpacken in das entsprechende Verzeichnis; damit können die Anwendungen auch auf einer normalen Festplatte gespeichert und ausprobiert werden. Um sie wieder zu entfernen, müssen die Verzeichnisse mit den Programmen nur gelöscht werden und im System sollten keine (oder nur sehr wenige) Reste übrigbleiben.

Für Neugierige, Außer-Haus-Arbeitende, Gewohnheitstiere lohnt sich vielleicht ein Blick auf die (größtenteils englischsprachige) Website der Portable Applications vielleicht doch. Wer weiß?

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 27. Februar 2013 waren interessante Gespräche am Vormittag.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Portables (Nº 059)

  1. klingt durchaus interessant.
    vom prinzip her das gleich wie mit dem mediencenter 😉
    immer und überall auf iwas zugreifen können.
    liebste grüße!

  2. Anne-Marie Peters-Tipton sagt:

    Muss ich mir merken,koennte in Zukunft gut sein. Danke fuer die Informationen…..

  3. Sofasophia sagt:

    wusste ich nicht, dass das geht. musst du da booten, oder einfach nur wie einen ordner resp. die anwendung öffnen? toll! danke für den tipp!
    könnte das auch mit ner externen festplatte funzen? ach, ich probier einfach mal!

    danke!

    (hey, ich gratuliere zum ende der massnahme!)

    • Der Emil sagt:

      Einfach nur die Anwendungen starten. Es sind ja nur Programme, deren interne Vorgaben ein wenig geändert wurden, damit sie unabhängig von Laufwerksbuchstaben funktionieren. Es funktioniert auch mit Festplatten, SD-Karten und Musik-Playern – mit allen per USB als Laufwerk ansprechbaren Geräten unter Win (ich selbst kenne es von Win7 bis Win2000).

  4. joa, ich hab ja davon keine Ahnung. Hauptsache, es funktioniert. Hab aber den Seitenlink mal an einen mir bekannten Linux-Anhänger geschickt. vllt kommt man sich ins Gespräch. ;-))

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