Was wollte ich mir damit sagen
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Zu den beiden letzten Texten paßt etwas, das ich kurz vor meinem Verschwinden als reale Person schrieb, kurz bevor ich “Der Emil” und nichts mehr als der wurde und nichts anderes mehr war.
Damals wußte ich noch nicht, daß diese Form Tanka genannt werden kann, aber Senryū und Haiku kannte ich schon. Jetzt bin ich nicht mehr nur die Kunstfigur, und jetzt weiß ich auch mehr.
Ein altes Heft, vollgeschrieben mit meiner Handschrift, zerkrakelt, durchgestrichen, fiel mir gestern beim Suchen in meinem Schrank in die Hände. Ziemlich weit hinten steht in sauberen Druckbuchstaben mit dem Datum vom 14.12.2001 dieses:
Es fließt noch in mir
Und es fließt aus mir heraus
Bin überflutet
Nur schweben konnte ich nie
Ich hab Angst vor dem Absturz
Den konkreten Anlaß kenne ich nicht. Ob es ums Glück ging? Oder um dessen Gegenteil? Warum schrieb ich damals? Weil mir das Herz überfloß, klar, aber wovon? Und wieso war ich mit 38 Jahren noch so naiv, wie sich dieses Heft präsentierte?
Vielleicht finde ich das alles irgendwann einmal heraus.
Stelle ich über dieses Tanka aber als Überschrift “Glück” darüber, lese ich die fünf Zeilen ganz anders als würde es “Grauen” heißen. Ziemlich sicher bin ich mir, daß ich es nie, nie “Unglück” genannt hätte.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 25. Februar 2013 war der unerwartete Fund in meinem Schrank.
© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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das fehlen des titels macht unmögliches möglich, denk ich grad.
ein schöner text – nicht nur das gefundene gedicht!
vielleicht findest du in 12 weiteren jahren deine heutige schreibe naiv? ist das nicht ein zeichen von entwicklung? vielleicht auch von desillusionierung? who knows.
habs gut!