Sechs Wochen (Nº 053)

Schon vorbei

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Wirklich? Waren das denn sechs Wochen, die ich beinahe täglich im Sender war? Wo ist die Zeit geblieben? Vorbei, vorübergehuscht wie eine leichte Brise – wenn ich jetzt zurückschaue. Als ich mittendrin war, kam es mir manchmal wie ein schwerer Sturm vor, so wurde ich durcheinandergewirbelt.

Sechs Wochen. Und seit vieren war ich auch immer Sonntags dort, um die Wiederholung zurechtzuschneiden. Heute Abend mach ich den Buchfink nämlich auch schon zum fünften Mal. Ha!

Und: Heute Abend bin ich wahrscheinlich alleine im Studio. Perfekt vorbereitet bin ich auch. Die Musik ist auf meinem USB-Stick mit einer Playliste gespeichert, damit die Lieder in der rechten Reihenfolge zu hören sein werden. Die Jingles liegen bereit. Das Gedicht für die Woche ist ausgewählt.

Es ist ein Extra-Text zur Poesie herausgesucht – aus einem andern Zeitalter, einem andern Leben, einer andern Welt(anschauung).

Am Mittwoch habe ich «Drei Bücher für 10 €» gekauft. Die blieben und bleiben in ihrem Beutel bis heute Abend. Dann setz ich mich ins Studio zum Abschied von meinem Praktikum, das mir so viel Interessantes gebracht hat; dann setz ich mich also ins Studio und schlage eines der drei Bücher nach dem andern auf. Direkt am Mikrofon. Jeweils den Anfang der mir völlig unbekannten Texte werde ich zu Gehör bringen.

Sollte niemand der Hörer sich zu einem Anruf und damit zur Beteiligung am Vorlesen hinreißen lassen, dann gibt es vielleicht von jedem der drei Bücher noch die letzten zwei Seiten. Mal sehen.

Wer neugierig ist, kann hier in der Gegend von 20 Uhr bis 21 Uhr auf UKW 95,9 MHz zuhören oder den Stream auf der Radio Corax Website nutzen. Am Montag wird die Sendung ab 11 Uhr wiederholt.

 

Sechs Wochen sind um. 40 Tage, sozusagen eine ganze Passionszeit lang pendelte ich täglich zwischen Wahnsinn und Routine hin und her. Jetzt muß ich noch eine Woche lang halb fünf aufstehen, dann ist die gesamte Maßnahme beendet. Dem Radio bleibe ich noch viel länger erhalten.

Abschiede sind oft Aufbrüche ins Ungewisse – diesmal aber ist es ein Aufbruch ohne Angst.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 21. Februar 2013 waren der erledigte Bürokram, die Vorbereitung auf heute und ein leckeres Bier vorm Schlafengehen.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Sechs Wochen (Nº 053)

  1. nextkabinett sagt:

    Herzlichste Glückwünsche! Ich freu mich für Dich. So soll es sein …

  2. Guten Morgen Emil, ich kann gar nicht gefällt mir drücken. ;( komisch der Button ist weg. 😉 liebe grüße und .. toll! deine Steff

  3. Gudrun sagt:

    Kannst du bleiben? Ich wünsch es dir.

    • Der Emil sagt:

      Als Ehrenamtlicher und Vereinsmitglied mache ich Jojo (das monatliche Magazin zum Auf und Ab des Lebens) und den (wöchentlichen) Buchfink weiter. Auch in der Sendetechnik werd ich öfter zugange sein.

      • Gudrun sagt:

        Ich finde das trotzdem klasse, lieber Emil, weil man merkt, dass du mit ganzem Herzen dabei bist. Und sowas braucht man einfach. Und, wer weiß …
        (Nur im Sommer musst du mal Zeit für das Grillen in den Blechverformungswerk einplanen, gell?)

  4. minibares sagt:

    Wow, schon sechs Wochen ist das her, dass du angefangen hast.
    Es war eine wahrlich anstrengende, aber auch erfolgreiche Zeit.
    Wie schön, dass du immer noch voller Energie und guter Laune bist.
    Und es geht ja weiter, das ist wunderbar.
    Dir nur das Beste und das diese letzte Sendung richtig gut und spannend wird.
    Liebe Grüße Bärbel

  5. Gabi sagt:

    Gratuliere ebenfalls. Ist sicher ein tolles Gefühl.
    lg Gabi

  6. hehe, auf gehts ^^

    ps, lass grad noch den stream laufen, während ich in der Küche hantiere. lg claus

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