Es wird nicht langweilig (Nº 044)

Schonwieder ist die Radioarbeit das Thema. Und ein Sprachproblem habe ich auch.

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Seit einigen Tagen habe ich kaum einen Blog gelesen. Nur sporadisch und sehr bruchstückhaft habe ich verfolgt, was im Netz geschah. Mir fehlten die Zeit, die Gelegenheit und die Muße zum lesen, betrachten und gleich gar zum kommentieren. Ich vermisse das tatsächlich …

So geht es mir oft, wenn Routine nicht aufkommt, wenn alles interessant bleibt, wenn ich verpflichtende, wirkliche Aufgaben habe, die mich reizen und die ich lösen will. Vieles, was mir in Zeiten ohne Antrieb Halt gibt, was mich dann noch antreibt, geht unter. Wenn ich wie jetzt einfach zu tun habe. Nein, da muß keine Arbeit, jedenfalls keine Erwerbsarbeit sein.

Soetwas wie dieses Praktikum jetzt, recht frei in der zeitlichen Gestaltung, ist wunderbar. Ich muß nur meine Stunden gemäß Praktikumsvertrag machen und es ist egal, wann ich die mache. Auch bin ich recht frei in der Reihenfolge der zu erledigenden Aufgaben und in der zeitlichen Gliederung. Nur die Schichten als Sendetechniker sind fest.

Und so habe ich gestern, ohne tatsächlich auch nur ein klein wenig Französisch zu verstehen, am frühen Vormittag mit einem Französischsprechenden Kerl eine Französischsprachige Sendung geschnitten. Ich habe schon am Wochendende nach der passenden Musik gesucht, die für «La voix du Burkina Faso» auch unbedingt aus diesem Land stamnmen soll. Einen echten Jingle habe ich zusammengebaut aus einem sehr markanten Musikstück und der Ansage des Moderators.

Im Audiobearbeitungsprogramm wurden die Musikstücke dann passend zueinander angeordnet. Der Moderator sprach seine Texte ein und ich hatte dafür zu sorgen, daß auch die an ihren angedachten Platz in der Sendung kamen. Und weil überhaupt kein Zeitdruck herrschte, wurde nur die grobe Anordnung gemeinsam erledigt.

Als Monsieur dann gegangen war (ja, er mußte zur Arbeit, ich habe ja Verständnis dafür), paßte ich die Pegel an, säuberte die Übergänge, entfernte noch das eine oder andere “Äääh”. Und am Ende fehlten 33 Sekunden. So baute ich eben noch einen Endjingle. Mit dem Text «C’était “La voix du Burkina Faso” de Radio Corax sur 95.9» (oder so) – und ich kann kein Französisch.


Kahtre-wäähng-kins poahng nöff. Oder so.

Jetzt, da mir gestern jemand aus der Tagesaktuellen Redaktion diesen Text einsprach, jetzt könnte ich es wohl auch. Das für diesen Satz notwendige Quentchen Französisch.

Im Radio klang die Sendung vorhin ganz gut. Für nur dreieinhalb Stunden Arbeit und Pfriemelei als – Tontechniker? – stummer Mitarbeiter. Gestern.

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 12. Februar 2013 war eine wunderbare Redaktionssitzung mit Wiedersehen nach Monaten.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Es wird nicht langweilig (Nº 044)

  1. Sofasophia sagt:

    sääng würd ich fünf wohl eher schreiben. 🙂

    herrlich deine begeisterung und das erfolgserlebnis. ich freu mich mit!

    liebgrüß, soso

  2. nextkabinett sagt:

    Ich freu mich auch. Das klingt doch alles wunderbar. Hier in Frankfurt bei Radio X ginge Dein steiler Aufstieg nicht so schnell. Wie lange geht Dein Praktikum noch? Waren das sechs Wochen oder drei Monate?

    • Der Emil sagt:

      Sechs Wochen. Doch in bleibe als Sendetechniker und als Redakteur und Moderator erhalten.

      Wenn ich bei Radio X in eine ähnliche Situation wie hier gekommen wäre – wer weiß … Der Buchfink war unwahrscheinliches Glück.

  3. Anne-Marie Peters-Tipton sagt:

    Prima, weiter so;klingt so positiv;mondieu!!! Au revoir, hihihi

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