17. Türchen: Winterspaziergang (#352)

Abseits der Weihnachtsgeschäftigkeit

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(Ich schreibe ja nicht nur diesen Adventskalender, nein, ich kann wie immer nicht genug kriegen und schreibe auch für andere Weihnachtsvorbereitende Blogs. Zum Beispiel an Germanys next Kabinettsküchentisch. Schaut mal hin!)

 

Heute in einer Woche ist es soweit. Heute in einer Woche ist schon Heiligabend, Christtag, Weihnacht. Zeit wirds für einen Winterspaziergang.

Einmal durch die Straßen und Gassen wandeln, abseits der Weihnachtsmärkte, der Einkaufszentren, weit weg von dem Konsumtrubel, der allenthalben herrscht. Vielleicht findet sich sogar ein Wald, durch den ich in tiefem Schnee stapfen kann. Milliarden von Glitzerpunkten sind nichts anderes als winzige Schneekristalle, in denen sich Sonnen- oder Mondlicht verfangen hat. Vor mir zaubere ich kleine Dampfwölkchen in die Luft beim Ausatmen.

Wenn ich aus der Stadt hinausgehe, wird die Stille immer klarer. Und meine Gedanken haben Zeit und Muße, sich zu ordnen, sogar einmal leise zu werden. Nach einer Weile erst gehe ich zurück in die Stadt. (Aus der Stadt hinaus meint bei mir schon den Gang in die Dölauer Heide, die verwaltungstechnisch zur Stadt dazugehört. Also gehe ich strenggenommen nicht aus der Stadt – doch ich steige aus aus dem Trubel und Theater der Stadt.)

Vielleicht ist so ein abendlicher Winterspaziergang die ersehnte Abwechslung, der kurze Ausstieg aus der Betriebsamkeit und Geschäftigkeit (Da! Geschäft, Weihnachten verkommt zu einem Geschäft, wenn niemand etwas dagegen tut!) der Vorweihnachtszeit. Hand in Hand oder alleine nur eine Straße entlanggehen, bewußt langsam gehen und schauen, wie die Fenster geschmückt sind und die Vorgärten, wenn es sie gibt. Schauen, wie die Kerzen flackern, wenn ihre Flammen im Atemhauch oder in einem feinen Luftzug sich bewegen. Das kann ich auch ohne Schnee, sogar in Matsch und Regen.

Und dabei könnten wir gemeinsam ein kleines Weihnachtslied singen oder summen …

Bei einem solchen Spaziergang lernte ich – deshalb erinnere ich mich noch heute gern daran – Nähe, Menschlichkeit, Wärme, den Seelengleichklang kennen und zu schätzen.

 

Ich wünsche allen noch einen heimeligen Tag.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 16. Dezember 2012 waren das frühe Aufstehen, ein wundervolles «An Nollaig»-Konzert der Band Dizzy Spell in der Kröllwitzer Petruskirche und ein Geständnis.

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352 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 401 words)

Über Der Emil

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0 Kommentare zu 17. Türchen: Winterspaziergang (#352)

  1. Guten Morgen Emil!
    Also ein Winterspaziergang ist für mich auch allemal ein Erlebnis.
    Auch bin ja jeden Tag mit meinem Hundefreund Tobis unter-WEG-s.
    Jeden Tag im Jahr – über Stock und Stein, über Wiesen und durch Wälder.
    Diese Spaziergänge sind Balsam für meine Seele und kreative Nahrung für meine Ge-DANK-en…..
    So kann ich deinen Winterspaziergang gut nachempfinden.
    Segen sei immer und überall mit dir!
    HERZ-lichst
    M.M.

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  3. minibares sagt:

    Mal wieder deine Stimme zu hören, war ein stilles, freudiges Vergnügen.
    Wir spazieren auch gern und dabei können wir immer wieder irgendwas entdecken, das uns erfreut. Sie tun uns einfach gut, diese Spaziergänge.

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